“Bösartigen Einfluss bekämpfen” – USA führt Infokrieg gegen Sputnik V

Mittels eines Infokriegs und der Ausübung von Druck gegen “Partner” versucht Washington die Zulassung von Sputnik V in mehreren Ländern, darunter Brasilien, zu verhindern.

Von Redaktion

Am Dienstag übte der Kreml Kritik daran, was als “beispielloser” Propagandakrieg gegen Russlands Sputnik V-Impfstoff bezeichnet wird. Die Worte wurden von Sprecher Dmitri Peskow als Reaktion auf weit verbreitete Behauptungen ausgestellt, dass die Vereinigten Staaten aktiv versucht, seine Verbündeten vom Kauf des russisch produzierten Impfstoffs abzubringen. Dies trotz des sich abzeichnenden wissenschaftlichen Konsenses, der den Impfstoff für mindestens 91 Prozent wirksam befunden hat und gleichzeitig verhindert, dass geimpfte Personen schwer krank werden.

Der Kreml reagiert auf neu aufgetauchte Beweise, dass die USA in dem größten Land in Südamerika interveniert hat – Brasilien. Die Washington Post berichtet, dass “tief in dem trockenen, 72-seitigen Jahresbericht des US-Gesundheitsministeriums ein verblüffendes Eingeständnis vergraben ist: US-Gesundheitsbeamte unter Präsident Donald Trump haben daran gearbeitet, um Brasilien zu überzeugen, Russlands Sputnik V Coronavirus-Impfstoff abzulehnen.”

Hier ist der umstrittene Schlüsselabschnitt aus dem 71-seitigen Dokument. Der Abschnitt trägt den Titel “Bekämpfung des bösartigen Einflusses auf dem amerikanischen Kontinent”…

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“Beispiele dafür sind die Nutzung des Büros des Gesundheitsattachés der OGA, um Brasilien davon zu überzeugen, den russischen Covid-19-Impfstoff abzulehnen”, heißt es in dem Regierungsbericht ausdrücklich.

Das brasilianische Außenministerium hat seitdem behauptet, dass es nie Direktiven oder “Konsultationen” erhalten hat, wie sie in dem Bericht von den USA beschrieben werden, mit einer Erklärung, die besagt, “die Botschaft von Brasilien in Washington hat keine Konsultationen oder Maßnahmen von US-Behörden oder Unternehmen in Bezug auf den möglichen Kauf, durch Brasilien, des russischen Impfstoffs gegen Covid-19 erhalten.”

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Kreml-Sprecher Peskow nannte in seiner Stellungnahme die Vorwürfe nicht konkret, sondern prangerte nur allgemein an: “In vielen Ländern ist das Ausmaß des Drucks völlig beispiellos… solche egoistischen Versuche, Länder zur Aufgabe irgendwelcher Impfstoffe zu zwingen, haben keine Aussicht.”

“Wir glauben, dass es so viele Impfdosen wie möglich geben sollte, damit alle Länder, auch die ärmsten, die Möglichkeit haben, die Pandemie zu stoppen”, fügte Peskow hinzu.

Bislang haben weder die US-Botschaft in Moskau noch das US-Außenministerium reagiert, so Reuters.

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