Auch Biden droht mit Sanktionen gegen Deutschland wegen Nord Stream 2

Biden macht da weiter, wo Trump aufhörte und immer noch sind neue Sanktionen gegen Deutschland wegen Nord Stream 2 im Gepäck.

Von Redaktion

Wie an vielen anderen Fronten, vor allem in China und überraschenderweise sogar im Iran (was auch die Spannungen im Irak auf den Siedepunkt gebracht hat), scheint sich das Weiße Haus unter Biden damit zufrieden zu geben, Trumps unbeugsame politische Haltung gegenüber der Nord-Stream-2-Pipeline von Russland nach Deutschland fortzusetzen.

Natürlich war es die Trump-Administration, die eine Reihe von Strafmaßnahmen gegen jedes westliche Unternehmen, das versucht, die Arbeiten an dem Projekt abzuschließen, ausgelöst hat, was dazu diente, die Fertigstellung zu verzögern, von der man sagt, dass sie zu mindestens über 90 Prozent fertiggestellt ist.

Und nun droht Außenminister Antony Blinken am Dienstag Deutschland mit neuen Sanktionen der Biden-Administration wegen des Projekts. Blinken wurde in US-finanzierten RFERL (RadioFreeEurope/Radio Liberty) zitiert, wonach es “gegen die eigenen Interessen der Europäischen Union” bleibe und betonte, er “warnte Berlin von möglichen Sanktionen über das Projekt.”

“Präsident (Joe) Biden war sehr deutlich, er glaubt, dass die Pipeline eine schlechte Idee ist, schlecht für Europa, schlecht für die Vereinigten Staaten, letztlich steht sie im Widerspruch zu den eigenen Sicherheitszielen der EU”, sagte Blinken bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg in Brüssel.

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Die Publikation bemerkte, dass “Blinken sagte, er werde seinen deutschen Amtskollegen Heiko Maas bei ihrem ersten persönlichen Treffen am 23. März vor möglichen Sanktionen warnen.”

Washington hat sich seit Jahren vehement gegen das ehrgeizige Projekt gewehrt, da es der Meinung ist, dass es wichtige osteuropäische Verbündete wie die Ukraine “bestraft”, indem es sie als konventionellen Transitpunkt für die Gaslieferung von Russland nach Europa völlig umgeht und ihnen somit dringend benötigte Energietransitgebühren vorenthält:

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Blinken erwähnte ein US-Gesetz, das die Vereinigten Staaten verpflichtet, Sanktionen gegen Unternehmen zu verhängen, die am Nord Stream 2-Projekt beteiligt sind, das, wie er sagte, “das Potenzial hat, die Interessen der Ukraine, Polens und einer Reihe von engen Partnern und Verbündeten zu untergraben.”

Kritiker monieren jedoch, dass die USA vor allem versuchen wollen, ihr eigenes Fracking-Gas nach Europa zu verkaufen. Immerhin steht die US-Fracking-Industrie unter enormem finanziellen Druck.

Deutschland hat unterdessen geschworen, das Projekt durchzuziehen, selbst nachdem einige große europäische Pipeline-Verlegefirmen sich aufgrund von US-Sanktionen, die sogar ihre Führungskräfte ins Visier nehmen, falls sie weiterhin teilnehmen, zurückgezogen haben.

Anfang 2021 gab der russische Energieriese Gazprom einen Bericht heraus, in dem er schätzt, dass nur noch 6 Prozent der Pipeline bis zur Fertigstellung verbleiben. Das entspricht in etwa 150km, die Russland bis zur Fertigstellung durchzuziehen gelobt hat.

Während frühere US-Sanktionen mit einem Achselzucken abgetan wurden, wenn auch manchmal mit vorübergehenden Unterbrechungen, haben Gazprom und russische Beamte kürzlich Alarm geschlagen wegen des wachsenden “Risikos”, dass das Projekt ganz ausgesetzt werden könnte, wenn weitere Sanktionen Washingtons auferlegt werden.

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3 Kommentare

  1. Всё, “бобик сдох”. США начали угрожать Германии. А Германия самая технологически развитая страна в Европе,а не папуасия. А если Германия за воровство технологий наложит санкции на США?
    Штаты не могут смириться с тем,что уже не гегемон в мире.

  2. “So wichtig ist der Suezkanal für die Weltwirtschaft
    Eines der größten Containerschiffe der Welt steckt seit Dienstag im Suezkanal fest – ausgerechnet dort: 10 Prozent des gesamten Welthandels passieren diese Wasserstraße – einen unglücklicheren Ort für einen solchen Unfall gibt es kaum.” manager-magazin

    Ein Unglück kommt selten alleine.

    “Ein einzelner Fabrikbrand trifft die Autoindustrie empfindlich
    Die Hoffnung auf eine schnelle Lösung der Chipkrise in der Autoindustrie schwindet. Toyota und Nissan schicken Arbeiter, um eine Fabrik des Lieferanten Renesas nach einem Brand wieder flottzukriegen – nicht das erste Unglück, das den Mangel verschärft.”

    Ich denke, das sind die Boten der Kreditklemme. Jetzt kann man überlegen, ob man Gold kaufen sollte. Aber sicher ist das nicht, denn nach dem Crash wird tatsächlich nichts mehr sein wie zuvor.

    Dieser dümmliche Maas sollte an den Sanktionsdrohungen gegen Rußland ersticken. Hätte man sich für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit Rußland entschieden, wäre zumindest ein Eisen im Feuer, daß man nicht vollständig mit seiner EU im Abgrund versinkt.
    Imperien werden irgendwann zu teuer. Das konnte man am Britisch Empire sehen. Die USA gehen jetzt den Weg alles Vergänglichen, und das war schon ziemlich lange klar.
    Emanuel Todd hatte den Untergang der Sowjetunion vorausgesagt, und er sagte den Untergang der USA voraus. Und wenn selbst der Angry old Man Norman Mailer mehr Haare als Suppe in den USA findet, dann sollte man sich sputen.

    Manager halten zu lange an der Hoffnung fest, das Blatt ließe sich irgendwann wenden. Die Spieltheorie gibt Richtlinien vor, wie man sich bei drohendem Ungemach zu verhalten hat. Und das wäre Aussteigen gewesen.

  3. Jeder weiß es, keiner sagt es, daß eine kleine Clique schon seit Jahrhunderten mit viel Geld Einfluß auf die Politik und die Wirtschaft nimmt und das Herumgeschwurbele von finsteren Mächten ist zwar richtig, aber nicht detailgetreu, denn wem alles gehört, direkt oder indirekt, der hat das Sagen und solange das nicht geändert wird Bestechung und Terror an der Tagesordnung bleiben, zumal man ja viele in der Hand hat und zerstören könnte, sollten sie von der vorgegebenen Linie abweichen, was widerrum unser aller Problem geworden ist.

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