Afghanistan: Washington zerstört die eigene Regierung in Kabul

Ein hoher US-Beamter räumt ein, dass Washington 143 Milliarden Dollar ausgegeben hat, um seine eigene Regierung in Afghanistan zu zerstören.

Die von den USA geschaffene und unterstützte Regierung von Afghanistan steht am Rande des Zusammenbruchs. Sie hat wegen ihrer Inkompetenz und unglaublichen Korruption jede Glaubwürdigkeit bei der Bevölkerung verloren. Würden die US-Militärhilfe und die enormen internationalen Hilfsgelder zurückgezogen, stünden die Taliban vor den Toren Kabuls und könnten innerhalb weniger Tage das ganze Land übernehmen.

Seit Präsident George W. Bush vor 20 Jahren idiotischerweise das Ziel verkündete, einen modernen, fortschrittlichen, pro-westlichen, stabilen, demokratischen Staat in Zentralasien aus dem Nichts zu schaffen, haben die Vereinigten Staaten 143 Milliarden Dollar in den Wiederaufbau Afghanistans gesteckt. Und es wurde alles vergeudet.

Heute ist der größte Faktor, der die Glaubwürdigkeit der afghanischen Regierung bei der eigenen Bevölkerung zerstört, nicht die Angriffe und der militärische Widerstand der aufständischen Taliban: Es ist die von den USA dominierte und gelenkte internationale Hilfe, die genau die Regierung, die sie eigentlich unterstützen sollte, völlig unterminiert und diskreditiert hat.

Auf diese elementaren Wahrheiten haben ausgesprochene Kritiker des katastrophalen militärischen Missgeschicks der USA in Afghanistan in den letzten zwei Jahrzehnten immer wieder hingewiesen. Ich und viele andere Mitwirkende auf dieser Plattform haben sie wiederholt gemacht. Aber am 10. März wurden sie alle – klar und unmissverständlich – vom ranghöchsten US-Regierungsbeamten, der mit der Überwachung der Kriegsanstrengungen in dieser unglücklichen zentralasiatischen Nation beauftragt ist, dem Sondergeneralinspektor für den Wiederaufbau Afghanistans (SIGAR) John Sopko selbst, ausgesprochen.

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Eine Analyse von Martin Sieff

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