Washingtons energiegeladene Generäle und die Betonung der Vorbereitung auf einen Nuklearkrieg

Die energischen Generäle des Pentagons schlagen ihre Kriegstrommeln und der Präsident hat bisher nichts getan, um sie zu zügeln.

Einige hochrangige Generäle und Admiräle in und um Washington waren in letzter Zeit sehr beschäftigt, und ihre Aktivitäten, obwohl aggressiv, wurden nicht mit der Leitung der aktuellen Kampfhandlungen verbunden. Vielmehr waren sie darauf ausgerichtet, die Regierung des neu gewählten Präsidenten Joe Biden dahingehend zu beeinflussen, die militärischen Streitkräfte umzustrukturieren, das nukleare Arsenal zu erweitern und bestimmte Fähigkeiten zur Kriegsführung zu vergrößern. All dies ist das, was man von denen erwarten kann, deren Geschäft und Neigungen darauf ausgerichtet sind, Zerstörung und Tod zu organisieren, aber die Art und Weise, in der ihre Bestrebungen zum Ausdruck kommen, entspricht nicht dem, was man von Militärs in einer Demokratie erwartet.

Das US-Verteidigungsministerium wird jetzt von einem von Biden ernannten General im Ruhestand geleitet, der die Richtlinie über “Politische Aktivitäten von Mitgliedern der Streitkräfte” nicht außer Kraft gesetzt hat, die besagt, dass “Mitglieder im aktiven Dienst sich nicht an parteipolitischen Aktivitäten beteiligen sollten.”

Diese seit langem bestehende Anweisung wurde zuletzt 2008 bekräftigt, aber man kann nicht sagen, dass Generäle und Admiräle ihren Buchstaben oder Geist befolgt haben, und die gegenwärtige Riege hoher Offiziere scheint entschlossen zu sein, sie zu missachten, indem sie ihre persönlichen Ansichten über die militärische Haltung ihres Landes weithin veröffentlichen. Dies ist, nach jeder Interpretation, “parteipolitische Aktivität”. Keine Regierung sollte die Einmischung des Militärs tolerieren.

Am 2. Februar ließen der Stabschef der US-Luftwaffe, General Charles Q. Brown, und der Kommandant des Marineinfanteriekorps, General David H. Berger, einen Meinungsartikel in der Washington Post veröffentlichen, in dem sie zwar ihre generelle Unterstützung für die Nationale Verteidigungsstrategie 2018 zum Ausdruck brachten, sich aber darüber beklagten, dass “sie die Prioritäten bei den Verteidigungsinvestitionen nicht in dem Ausmaß und Umfang verändert hat, wie es notwendig wäre, um das US-Militär auf den Großmacht-Wettbewerb vorzubereiten.” Mit anderen Worten: Sie sind der Ansicht, dass ihre enormen Streitkräfte, für die in diesem Jahr rund 740 Milliarden Dollar ausgegeben werden sollen, nicht kriegsbereit sind, obwohl diese Zuweisung von Steuergeldern elfmal so hoch ist wie die von Russland und dreimal so hoch wie die von China.

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Der Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa und Afrika, General Christopher Cavoli, hielt am folgenden Tag eine Rede, in der er sagte, dass “das US-Militär mehr Langstrecken-Artillerie und andere fortschrittliche Waffen in Europa braucht, um es mit feindlichen Kräften aufnehmen zu können . .”, und es ist vernünftig zu fragen, ob diese Art von politischem Indikator vom neuen Präsidenten gebilligt wird.

Dann veröffentlichte der Leiter des Strategischen Kommandos, des Elements, das unter anderem für “strategische Abschreckung; nukleare Operationen und Weltraumoperationen” verantwortlich ist, Admiral Charles Richard, seine persönliche Sicht auf den zukünftigen Einsatz von Atomwaffen. In der Februar-Ausgabe des Magazins des Naval Institute schrieb Admiral Richard, dass Russland und China “begonnen haben, internationale Normen und den Weltfrieden aggressiv herauszufordern, indem sie Machtinstrumente und Gewaltandrohungen in einer Weise einsetzen, die seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gesehen wurde.” Der Verantwortliche für den Einsatz von Atomwaffen ist der Meinung, dass “die reale Möglichkeit besteht, dass eine regionale Krise mit Russland oder China schnell zu einem Konflikt mit Atomwaffen eskalieren könnte, wenn sie einen konventionellen Verlust als Bedrohung für das Regime oder den Staat empfinden…”

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Eine Analyse von Brian Cloughley

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7 Kommentare

  1. Der Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa und Afrika, warum nicht umgedreht, die europäischen Kommandierenden in Nord -und Südamerika.

    Das sagt doch schon alles und unterscheidet sich keineswegs vom alten Rom, was ja bekanntlich auch eine Hegemonialmacht war und Europa nach ihrer Pfeife tanzen mußte.

    Es dauert nicht mehr lange und die Kriegstrommeln werden wieder schaurig erklingen, denn die auferlegte Abstinenz durch den Friedenspräsidenten Trump ist nun vorrüber und Anlässe werden sie schon finden und den neuen Präsidenten zur Unterschrift bewegen um den bösen Feind einzugrenzen und wer dabei drauf geht ist denen egal, hauptsache es nützt.

    Das alles war mit dem Abgang des alten Präsidenten wieder zu erwarten und die Frage ob eine neue Auseinandersetzung erübrigt sich, es geht nur noch um das Wann und die sind vermutlich schon dabei sich warm zu laufen, mal sehen, wer das nächste Opfer wird und hoffentlich kommen sie mal an den Falschen, der sie Mores lehrt, anders wird man mit diesen agressiven Nachfahren der Angelsachsen wahrscheinlich nicht Herr werden.

    Im

  2. Trump war angetreten um den Sumpf in der Yankee Elite wenigstens etwas trockener zu legen. Diesen Auftrag hatte er von den profitorientierten Oligarchen des sgn. Tiefenstaates, weil die Generäle mit ihren Terrorkriegen nicht mehr genügend Geld in die Kassen spülten.

    Trump ist gescheitert, weil die korrupten Elemente in Washington nach wie vor in der Vorhand sind.

    Mit Biden zieht allerdings wirklich eine Gefahr herauf, denn er ist Demokrat; und WK1 und WK2 sind bekanntlich unter demokratischer Regie orchestriert worden.
    Man muss wachsam bleiben, dass nicht eines Tages irgend ein Alien aus der Asche unserer Erde heraus lesen kann, wer das angerichtet hat.

  3. Dieser Artikel strotzt leider nur so vor Unwissenheit, was nicht weiter verwundert bei einem Blatt das absolut antiamerikanisch eingestellt ist.

    “Das US-Verteidigungsministerium wird jetzt von einem von Biden ernannten General im Ruhestand geleitet”
    Der General WAR im Ruhestand, als Leiter des Verteidigungsministeriums ist er wieder im aktiven Dienst. Das Verteidigungsministerium ist ein Teil der Streitkräfte.

    Und das die verschiedenen Waffengattungen nach mehr Geld fragen ist vollkommen selbstverständlich, Das machen Sie in jeder Armee der Welt die etwas auf sich hält.
    Und das haben sie auch unter Trump gemacht, Der hat den Etat auch um etwa 100 Milliarden nach oben geschoben.

    Abgesehen davon das hier selbstverständlich private Befindlichkeiten mitspielen, oder glaubt tatsächlich irgendjemand das 740 Milliarden im Jahr tatsächlich komplett in Waffen und Sold verschwinden?
    Die russische Armee ist genauso schlagkräftig wie die der USA und das mit 50 oder 60 Milliarden im Jahr und auch wenn ein Flugzeugträger etwa 3 Milliarden laufende Kosten im Jahr veranschlagt (Zwölf sind vorhanden) und ein Neubau zehn oder 12 Milliarden braucht, der größte Teil der 740 versickert irgendwo in privaten Taschen des tiefen Staates.

    Nicht zu vergessen das die nukleare Bewaffnung der vereinigten Staaten nicht einmal in diesem Posten enthalten ist, die werden von jeher über das Energieministerium abgerechnet.

    Alles in allem: As usual.

    1. Die russische Armee hat ja auch die Tschukschen in die Reservate gesteckt und mischt sich überall, in allen Staaten, in die inneren Angelegenheiten ein, bereitet die Oppositionen vor usw. – ganz genau so, wie die Yankees.

    2. @ UWE Kah.
      Deine Kritik ist von Anfang bis Ende falsch.
      Nur mal ein Punkt : Der Schritt der Ernennung des neuen Verteidigungsministers war keine Selbstverständlichkeit. Um den Posten als Pentagon-Chef übernehmen zu dürfen, brauchte Austin zuvor eine Ausnahmegenehmigung des Kongress. Weil der ehemalige 4-Sterne-General erst seit vier und nicht wie eigentlich vorgeschrieben sieben Jahren Zivilist ist. – Hast du es …. als Minister ist er >Z I V I L I S T<.

    3. Uwe Kah

      Ich sehe das ähnlich. Es ist doch naiv zu glauben, dass die Forderung nach mehr Geld mit der Hoffnung verbunden sei, dass der ehemalige alleinige Hegemon diese Position mit einem Atomkrieg verteidigen will.
      Wir sind längst umgestiegen auf eine zukünftige trilaterale Welt, in der Europa nach derzeitiger Sicht nur noch Mittelmacht spielen wird. Bei einem Krieg, wie ihn der Verfasser offensichtlich sieht, gibt es keinen Sieger mehr. Deshalb hat man längst (bereits unter Bush) umgestellt auf Terrorkriege, um das System am Laufen zu halten.

      In dieser Phase geht es noch darum, wer welchen Einflussbereich besetzt. Deshalb ist Rothschild mit großen Vermögensteilen auch bereits nach China abgewandert, die Rockefeller-Clique kümmert sich um den Great-Reset im zukünftig verkleinerten Gebiet und der Vatikan bzw. die federführenden Jesuiten überwachen das Ganze und schließen fleißig Wirtschaftsverträge mit der westlichen Konzern-Elite:

      https://www.handelszeitung.ch/unternehmen/urbi-et-orbi-der-vatikan-will-den-kapitalismus-verandern

  4. „Das US-Verteidigungsministerium wird jetzt von einem von Biden ernannten General im Ruhestand geleitet“

    In den USA gibt es keine Ministerien sondern Departments, also Abteilungen mit Abteilungsleitern. Die Bezeichnung Ministerium oder Minister ist irreführend.

    DOD, DOC, DOS usw eine föderale Struktur wie die USA sind lässt eben keine Ministerien auf der Ebene von Washington D.C. zu.

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