Putin: Soziale Netzwerke verfolgen Profit, „scheren sich einen Dreck um die Nutzer“

Laut dem russischen Präsidenten fangen Medienplattformen nicht selten an, ihren Kunden unauffällig unterzuschieben, was ihnen gefällt.

Von Redaktion

Soziale Netzwerke seien oft vom Profitstreben besessen und kümmerten sich nicht um den Schaden, den sie den Nutzern zufügen, sagte der russische Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit den Preisträgern des Wettbewerbs „Lehrer des Jahres“ am Dienstag.

Ein Mathematiklehrer aus Adygea, Sergei Levchenko, sagte Putin, es sei wichtig, Kinder vor schädlichen Inhalten in den sozialen Netzwerken zu schützen.

„Sie haben ein sehr heikles und wichtiges Thema berührt. Bei diesen Plattformen geht es in erster Linie um das Geschäft“, sagte Putin. „Das Geschäft ist auf Profitstreben ausgerichtet, und leider wird dies sehr oft um jeden Preis getan. Sie scheren sich nicht darum, dass bestimmte Inhalte ihren Zielgruppen schaden könnten.“

Außerdem sagte Putin, dass moderne Plattformen oft beginnen, die Köpfe der Menschen zu kontrollieren. „Sie studieren einfach ihre Kunden und fangen an, ihnen unauffällig aufzudrängen, was immer sie wollen. Folglich fangen die Leute an, Entscheidungen zu treffen, ohne zu wissen, dass sie gelenkt werden. Das ist eine sehr heikle Sache. Ich habe es erst kürzlich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erwähnt. Natürlich müssen wir darüber nachdenken und darauf reagieren, indem wir Entscheidungen vermeiden, die die Freiheit der Menschen, die Freiheit der Wahl und die Freiheit der Rede einschränken würden“, sagte Putin.

Loading...

Er stimmte dem Vorschlag des Lehrers zu, dass der in Russland noch zu entwickelnde Dienst für die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler auf der Basis von einheimischer Software erfolgen muss.

Teilen Sie diesen Artikel:
Lesen Sie auch:  Putin fordert Biden zu Live-TV-Debatte heraus

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Ein Kommentar

  1. „Robo-Fische zeigen Schwarmverhalten“ natur – Kein Wunder, weil sie so programmiert worden sind, sollte man meinen. Stanislaw Lem hat in „Summa Technologiae“ genau diese Technik 1964 vorhergesagt und daß sie als Waffe eingesetzt würde. Der Mensch ist blind wie ein Maulwurf. Dabei sind Maulwürfe nette, lustige Tiere. Einer gräbt gerade unseren ganze Garten um.

    Netzwerk ist eine falsche Übersetzung aus dem Englischen und eine Tautologie. Ein Werk ist schon ein Netz.

    Und daß Werke oder Netze sozial sein sollen, also menschlichen oder tierischen Gemeinschaften gleichen, das ist ein schlechter Werbegag.

    Als ich meine erste „Community“ besichtigte, das war der Stern, stand über dem Portal „Herzlich willkommen“. Was mir darin begegnete, war weder herzlich noch hieß man mich willkommen. Da ging das zu wie auf dem Schlachtfeld und wer die Meinungsfreiheit in Anspruch nahm, wurde vom Moderator gerügt, von den Communisten tracktiert und bald mit den Füßen zuerst aus der Gefangenschaft hinausgetragen.

    Heute heißen „Communitys“ auch „Kritische Wissenschaft“. Das meint wohl, daß die Communisten kritisch gegen jeden vorgehen, der Albert Einstein nicht die Füße küßt und Christian Drosten für einen Scharlatan hält.

    Argumente hatten im Internet noch nie einen Wert, Meinungsfreiheit hin, Tatsachen her. Kinder sollten grundsätzlich nicht ins Netz gelassen werden. Das ist gefährlich, weil man seine Daten nicht unter Kontrolle hat und die Gefahr aus dem Hinterhalt droht.

    Die dunkle Seite des technologischen Fortschritts ist die Begleiterscheinung der vorrückenden technischen Front. Das war schon immer so. Als das Messer zum Brotschmieren erfunden war, hatte es auch gleich jemand im Rücken.

    Als User im Internet kann man der dunklen Seite jedoch Paroli bieten, indem man ein altes Betriebssystem verwendet, einen alten Browser, eine alte, funktionale Firewall und niemals updatet und upgradet. Dafür gibt’s keine Viren mehr. Und alle Kommunikation der Software abstellt. Ich hatte noch nie eine Antivirussoftware. Das ist auch einen interessante Beschäftigung.
    Je komplexer die Software, desto mehr Einfallstore hat sie. Das ist die einfache Faustformel. So weiß zumindest niemand, wohin ich als nächstes klicke ..

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.