Pentagon: Verteidigungsausgaben der NATO unerlässlich, um russischen Herausforderungen zu begegnen

Lloyd J. Austin verwies auf die vielfältigen Bedrohungen und Herausforderungen, mit denen die NATO konfrontiert ist, darunter: Destabilisierendes Verhalten Russlands, ein aufstrebendes China, Terrorismus und globale Herausforderungen wie Covid-19 und Klimawandel.

Von Redaktion

US-Verteidigungsminister Lloyd J. Austin III. hat auf einer Videokonferenz des NATO-Verteidigungsministertreffens erklärt, dass die Mitglieder des Bündnisses die Ausgaben für die Verteidigung aufrechterhalten müssen, um den Herausforderungen von Seiten Russlands zu begegnen, berichtete der Pressedienst des Pentagons am Mittwoch.

„Er zitierte die vielfältigen Bedrohungen und Herausforderungen, denen sich die Allianz gegenübersieht, darunter: Destabilisierendes Verhalten Russlands, ein aufstrebendes China, Terrorismus und globale Herausforderungen wie Covid-19 und Klimawandel“, hieß es in der Erklärung. „Minister Austin wies darauf hin, dass die Verteidigungsausgaben von wesentlicher Bedeutung sind, um sicherzustellen, dass wir über einsatzbereite Streitkräfte und Fähigkeiten verfügen, die erforderlich sind, um Russland und anderen Herausforderungen der NATO zu begegnen“, so der Pressedienst.

Darüber hinaus, so der Pressedienst, bekräftigte der Verteidigungsminister „die Botschaft des Präsidenten, dass die Vereinigten Staaten beabsichtigen, unsere Beziehung mit der NATO-Allianz wieder zu beleben.“

Die Videokonferenz der NATO-Verteidigungsminister findet am Mittwoch und Donnerstag in einem geschlossenen Format statt. Auf der Tagesordnung stehen drei Hauptthemen: die Frage, ob das Abkommen der USA mit der Taliban-Bewegung über den Abzug aller ausländischen Truppen aus Afghanistan bis zum 1. Mai erfüllt werden soll oder nicht; die Diskussion über die Initiative „NATO 2030“ und die Entwicklung eines neuen strategischen Konzepts der Allianz, in dem Russland und China zu den Hauptgegnern der NATO erklärt werden; und die Diskussion über eine weitere Erhöhung der Militärausgaben der Mitgliedsstaaten und die Ausweitung der Käufe neuer Rüstungsgüter, die die USA trotz des wirtschaftlichen Schocks durch die Coronavirus-Pandemie von ihren Verbündeten verlangen.

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Russland gab im Jahr 2020 rund 70 Milliarden Dollar für Militär und Rüstung aus, während die NATO insgesamt rund eine Billion Dollar (rund 70 Prozent davon werden von den USA getragen) dafür aufwendete. China gab nach eigenen Angaben rund 178 Milliarden Dollar für die Volksbefreiungsarmee aus. Damit liegen die Militärausgaben der NATO um das Vierfache über den entsprechenden Ausgaben Russlands und Chinas zusammen.

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