Neues amerikanisches Regime = genau dieselben Herausforderungen für Russland

Als ein Land, das im 20. Jahrhundert zweimal einen totalen Systemzusammenbruch erlebt hat, beobachtete Russland den Auftakt zur Amtseinführung des US-Präsidenten mit ebenso viel Vorfreude wie die glühendsten Trump/Biden-Anhänger und glühende Verschwörungstheoretiker. Von Moskau aus sah es so aus, als ob Trump, nachdem er in eklatanter Weise um die Präsidentschaft betrogen worden war, einfach beschließen könnte, den manipulierten Spieltisch umzudrehen, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen. Was auch immer für ein Chaos aus einem solchen Schritt folgen würde, würde den Russen sicherlich die Freiheit geben, von der sie geträumt haben (durch Ablenkung) von Washingtons allgegenwärtigem Blick und Soft Power-Schraubstockgriff. Doch dies geschah nicht. Trumps kryptische Sprache und Andeutungen in den sozialen Medien führten zu nichts, da er bereitwillig akzeptierte, die Wahl zu verlieren, die er gewonnen hatte.

Und so lautet die große Frage, die in Russland diskutiert wird: „Was kommt als nächstes?“. Lassen Sie uns also aufschlüsseln, wie die nahe Zukunft aussehen wird und wie ein theoretisch souveränes Russland auf diese Herausforderungen reagieren sollte, die von einem Joe Biden-White House präsentiert werden.

Kontext: Trumps Vermächtnis wird aktiv ausradiert, aber wie wirkt sich das auf Russland aus?

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Eine Analyse von Tim Kirby

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2 Kommentare

  1. Zitat: Weil er bereitwillig akzeptierte die Wahl zu verlieren, die er gewonnen hatte.

    Das ist richtig und falsch zugleich, denn zur Durchsetzung hätte man die Justiz benötigt und die wollte garnicht eingreifen bzw. helfen, trotz dutzender Klageeinreichungen, aus welchen Gründen auch immer und das war sein Problem.

    Hätten sich die Gerichte auf die Einwände der Wahlbetrügereien eingelassen und geprüft, dann wäre es für Trump eine rechtliche Grundlage gewesen weitere Schritte einzuleiten, da dies aber ausgeblieben ist wären seine Befehle vermutlich im Sande verlaufen und hätten sich sogar noch gegen ihn gerichtet, was er dann richtig entschieden hat und die Niederlage, die vermutlich keine war, hingenommen hat.

    Was ihm noch bleibt ist der weitere sachliche Kampf gegen die Willkür seiner Gegner und da hat er keine schlechten Chancen, zumal er jetzt aus einer anderen Position heraus kämpft und wieder hinzugewinnen kann, während sein Amt ihn daran gehindert hat mit Methoden zu arbeiten, die dann rechtlich nicht abgesichert gewesen wären und das trotz der Erkenntnis der Gewinner zu sein, was die anderen geschickt durch Manipulation verhindert haben.

    Trump hat sicherlich auch die Kampfkraft um noch gewaltige Störfeuer einzubringen, aber man sollte nicht vergessen, daß er auch nicht mehr der Jüngste ist und vielleicht würde es ihm auch genügen, den richtigen Nachfolger zu installieren, der die „Demokraten“, dem Namen nach wieder ablöst und das wäre dann eine etwas spätere Genugtuung, wobei der Schaden niemals wieder so richtig gut zu machen ist, aber das kommt häufiger vor als man glaubt und betrifft die Mächtigen meistens noch härter als den einfachen Mann, weil es auch um viel mehr geht und Lug und Trug zum Tagesgeschäft in dieser Liga geht.

  2. Josep Borrell, der Chef der EU-Außenpolitik, musste bei einem offiziellen Besuch in Moskau eine Klatsche einstecken. Wir gewöhnen uns an die Tatsache, dass die Europäische Union versucht, einseitige Beschränkungen, illegitime Beschränkungen aufzuerlegen, und wir gehen in diesem Stadium davon aus, dass die Europäische Union ein unzuverlässiger Partner ist ! Dostojewski hatte es 1881 in brillanter Weise vor allen anderen formuliert: “Die Russen sind ebenso sehr Asiaten wie Europäer. Der Fehler unserer Politik in den letzten zwei Jahrhunderten bestand darin, die Menschen in Europa glauben zu machen, wir seien wahre Europäer. Wir haben Europa zu gut gedient, wir haben uns zu sehr in seine inneren Streitigkeiten eingemischt (…) Wir haben uns wie Sklaven vor den Europäern verbeugt und haben nur ihren Hass und ihre Verachtung gewonnen. Es ist an der Zeit, sich vom undankbaren Europa abzuwenden. Unsere Zukunft liegt in Asien.”

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