NATO-Chef sagt: „Aufstieg Chinas ein bestimmendes Thema“ für das Bündnis

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg will das Militärbündnis stärker gegen China ausrichten. Das Feindbild Russland ist offenbar nicht mehr genug.

Von Dave DeCamp / AntiWar

In dem Bemühen, relevant zu bleiben, blickt die NATO in Richtung Asien, um gemeinsam mit den USA China in der Region entgegenzutreten. Während der Münchner Sicherheitskonferenz am Freitag machte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg deutlich, dass Peking eine Top-Priorität der Allianz ist.

„Der Aufstieg Chinas ist ein bestimmendes Thema für die transatlantische Gemeinschaft. Mit möglichen Folgen für unsere Sicherheit, unseren Wohlstand und unsere Lebensweise“, sagte Stoltenberg. „Deshalb sollte die NATO unsere Beziehungen zu engen Partnern wie Australien und Japan vertiefen und neue Beziehungen in der ganzen Welt knüpfen.

Ende 2020 veröffentlichte die NATO einen Bericht, der die Allianz aufforderte, ihren Fokus auf China zu verstärken. Der Bericht sagt, dass die NATO stärkere Beziehungen zu Ländern in Asien aufbauen sollte, wie Australien, Japan, Neuseeland und Südkorea, was er als „gleichgesinnte“ Länder bezeichnet.

Dem Bericht zufolge sollte die NATO eine Partnerschaft mit Indien in Erwägung ziehen, einem Land, mit dem die USA ihre militärische Zusammenarbeit intensiviert haben.

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Die USA, Indien, Japan und Australien bilden eine informelle Allianz oder einen Dialog, der als „Quad“ bekannt ist, eine Gruppe, mit der die NATO gerne zusammenarbeiten möchte. Die Quad wird als mögliche Grundlage für ein Militärbündnis im Stil der NATO in Asien gesehen.

Präsident Biden sprach ebenfalls auf der Münchner Konferenz und machte ähnliche Bemerkungen in Bezug auf China. „Sie wissen, dass wir uns gemeinsam auf einen langfristigen strategischen Wettbewerb mit China vorbereiten müssen“, sagte er.

Biden to Munich Security Conference: ‘America Is Back’

„Wie die Vereinigten Staaten, Europa und Asien zusammenarbeiten, um den Frieden zu sichern, unsere gemeinsamen Werte zu verteidigen und unseren Wohlstand im Pazifik voranzutreiben, wird zu den folgenreichsten Anstrengungen gehören, die wir unternehmen“, fügte Biden hinzu.

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Ein Kommentar

  1. Aufgrund dessen, dass einige mit den USA verbündete Staaten – bspw. Japan und Südkorea – mit der Volksrepublik China zusammenarbeiten, hat der Republikaner Biden gesagt, dass in der Feindesliste an erster Stelle die Russische Föderation steht. Der echte Feind des norwegischen Cowards wird wohl ein kleines Stückchen näher sein.

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