Keine Angst vor Geldanlage: Wie Anleger von Schwankungen am Markt profitieren

Bei der Frage nach der richtigen Investition sind viele deutsche Privatanleger unschlüssig. Über 6,6 Billionen Euro verfügen die deutschen Privathaushalte insgesamt, doch der Großteil dieses Vermögens liegt in Geldwerten wie Sparbüchern, Bausparverträgen oder in Lebensversicherungen. Der Grund hierfür: Nach wie vor sind die Deutschen vorsichtig, wenn es um Investments wie Unternehmensbeteiligungen geht – dabei gibt es dazu nur wenig Anlass. Wir erklären Ihnen, weshalb bislang an der Börse noch nach jedem Abschwung ein stärkerer Aufschwung erfolgte und wie Anleger davon profitieren können.

Schwankungen auf hohem Niveau

Kurzfristige Kurseinbrüche, wie etwa zu Beginn des Jahres 2020, wird es an der Börse immer geben und Anleger müssen mit diesen Schwankungen leben. Doch letztlich sind diese meist kein Grund zur Panik. In Krisen stecken nämlich auch immer Chancen. Dies sehen Investoren besonders deutlich bei der Betrachtung von Indizes wie dem DAX und deren langfristigen Verläufen. Eine Analyse der vergangenen fünfzig Jahre zeigt sogar, dass beinahe alle Kursverluste, die aufgrund einer Krise entstanden, nach rund einem Jahr wieder eingefahren waren.

So auch bei den Börsenturbulenzen Anfang letzten Jahres: Der DAX verlor Mitte März 2020 innerhalb von einer Woche fast zehn Prozent seines Wertes. Am 19. März schloss der Index bei lediglich 7.990 Punkten – ein deutlicher Verlust. Allerdings haben vergangene Krisen gezeigt: Nach jedem Abschwung folgt auch bald eine Verbesserung der Lage. Und so war es auch diesmal.

Weniger als ein Jahr nach Einsetzen der Krise, steht der DAX bereits wieder knapp unter 14.000 Punkten und damit auf einem Allzeit-Höchstwert. Seit dem Jahr 2000 konnte der DAX insgesamt stark an Wert gewinnen – trotz Dotcom-Crash, Finanzkrise oder dem Handelskrieg zwischen China und den USA. Auch Übernahmen von DAX 30 Unternehmen können die Kurse beeinflussen. So hat etwa die Deutsche Post seit 1995 bereits zehn Übernahmen abgeschlossen, Siemens sogar ganze 65 Stück. Aber ebenso hier gilt, dass diese Akquisitionen zwar kurzfristig für Schwankungen an den Märkten sorgen, den langfristigen Aufstieg des DAX allerdings nie negativ beeinflusst haben.

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Quelle: Pixabay

Wirtschaft profitiert

Der Grund für diese langfristigen Entwicklungen liegt in der Tatsache, dass die Wirtschaft einen zentralen Pfeiler nicht nur für Wohlstand, sondern auch für gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellt. Daher sind nicht nur Unternehmer, sondern auch Politiker darauf konzentriert, ein regelmäßiges und solides Wirtschaftswachstum zu ermöglichen.

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Dazu kommt in aktuellen Zeiten die Nullzinspolitik der europäischen und amerikanischen Zentralbanken: Während für Sparer Nullzinsen aufgrund der jährlichen Inflation effektiv einen Kaufkraftverlust des Ersparten zur Folge haben, profitiert die Wirtschaft vom günstigen Geld. Nie war es für Unternehmen finanziell einfacher, Investitionen in die eigene Infrastruktur, modernere Maschinen oder in Research und Development zu tätigen. An diesem Zustand dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Die amerikanische Notenbank Fed etwa hat bereits signalisiert, dass die Nullzinsphase bis mindestens Ende 2022 anhalten wird. Ähnlich hat sich auch die EZB offiziell bereits geäußert. Mit dem Boom an der Börse wird so schnell also nicht Schluss sein.

Fazit

Trotz Unsicherheiten an der Börse war 2020 für Anleger ein gutes Jahr. Bislang hat sich noch in jeder Krise gezeigt: Nach dem Abschwung folgt ein noch größerer Aufschwung. So auch aktuell. Während für Sparer die Nullzinspolitik von Fed und EZB negativ ist, profitieren hiervon die Unternehmen. Das wiederum sorgt dafür, dass Privathaushalte – vielleicht mehr als je zuvor – die Möglichkeit erwägen sollten, über Indizes wie den DAX oder Unternehmensbeteiligungen, direkt in die Wirtschaft zu investieren.

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