Globale Hegemonie: Amerikas Plan zur Weltherrschaft

Die globale Hegemonie im amerikanischen Jahrhundert war kein Unfall der Umstände, sondern eine bewusste Entscheidung einer außenpolitischen Elite.

Die wohl tiefgreifendste geopolitische Entwicklung des 20. Jahrhunderts war der Aufstieg Amerikas zur überragenden Weltmacht während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

Wir leben immer noch in dem, was Henry Luce das amerikanische Jahrhundert nannte, rund achtzig Jahre nachdem der Verleger dessen Beginn verkündet hatte.

Historiker haben verschiedene Interpretationen dafür vorgebracht, wie und warum dies geschah: dass Amerika schon immer eine unbezähmbare Nation war, deren expansive Impulse seine hegemonialen Ambitionen vorwegnahmen; dass das Land mit all seinen Ressourcen und seiner Macht keine andere Wahl hatte, als die Herausforderung der globalen Stabilität anzunehmen.

Nun stellt Stephen Wertheim vom Quincy Institute und der Columbia University eine provokante neue These auf: dass die hegemoniale Versuchung das Produkt einer Gruppe strategischer Planer aus der amerikanischen außenpolitischen Elite war, die diese Idee entwickelt und dem Land verkauft haben, indem sie Amerikas ausgeprägte und “fundamentale” Philosophie des Internationalismus verzerrt haben.

Es gibt hier eine ausgezeichnete Geschichte, in der Wertheim die Wahrnehmungen und Empfehlungen prominenter Denker nachzeichnet, die damit kämpften, mit einer Welt im Wandel Schritt zu halten.

Kaum hatten sie eine große Strategie für die Zukunft entworfen, die sie voraussahen, wurde die wahrgenommene Zukunft von mächtigen neuen Entwicklungen weggespült.

Letztlich kamen sie zu dem Schluss, dass sich ihre Optionen auf eine einzige Vision verengten: die Weltherrschaft. “Sechs Jahre nachdem die globale Vorherrschaft fast unvorstellbar war”, schreibt Wertheim, “war sie nun unbestreitbar.”

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Eine Analyse von Robert W. Merry

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2 Kommentare

  1. Das Streben nach alleiniger Weltherrschaft beherbergt bereits den Geburtsfehler, dass eben jeder Krug nur so lange zum Brunnenwasser geht, bis er morsch wird und bricht.
    Die Yankees haben nur noch nicht realisiert, dass ein neuer und vor Kraft strotzender chinesischer Krug bereits am Brunnenrand steht.

  2. Das sind die letzten Zuckungen einer Weltmacht, vergleichbar mit Rom im Endstadium, denn sie haben es versäumt, die anderen nicht groß werden zu lassen, im Gegenteil, sie waren dumm genug sie auch noch zu füttern und das rächt sich nun bis in letzte Konsequenz.

    Da sie nun mangels Einfluß, auch in Anbetracht der extremen Gefährlichkeit hinsichtlich der eigenen Sicherheit nur noch mit den Säbeln rasseln können, wird ihnen nur noch der Verhandlungsweg offen bleiben, oder sie gehen im Falle von Auseinandersetzungen mit unter.

    Diese Fehleinschätzung seit Jahrzehnten konnte ihren Gegnern nur recht sein und sie sind allenfalls noch in der Lage auf ein paar Schwächere einzuknüppeln, was ja in den letzten Jahren schon mangels Masse ihre Spezialität war und man kann den Europäern nur raten, sich abzunabeln, denn das Hemd sitzt einem näher als der Rock und an Verlierern sollte man sich nicht mehr orientieren, denn deren Zeit ist abgelaufen, auch wenn es viele noch nicht so richtig zur Kenntnis nehmen wollen, die Zukunft liegt im eurasischen Raum, der ist auch bedienerfreundlicher und die anderen sind ehedem isoliert und werden sich bemühen müssen, den Anschluß überhaupt noch zu halten, wenn sie es nicht geschickt anstellen.

    Das ist weder ein Zuspruch für Rußland oder China, es ist eher ein Zeichen der Vernunft und wer sich mit den Richtigen arrangiert, der hat noch gewisse Vorteile, die falsche Seite wird ihn mit in den Abgrund reißen.

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