Coronavirus: Fledermaus-Virus-Jäger finden neue Beweise

Wissenschaftler sagen, dass Coronaviren, die mit Sars-CoV-2 verwandt sind, möglicherweise in Fledermäusen in vielen Teilen Asiens zirkulieren.

Von Redaktion

Ein Virus, das dem Sars-CoV-2-Virus, das Covid-19 verursacht, sehr ähnlich ist, wurde in Fledermäusen in einem Wildtierschutzgebiet im Osten Thailands entdeckt. Die Forscher gehen davon aus, dass verwandte Coronaviren in Fledermäusen in vielen asiatischen Ländern und Regionen vorkommen könnten.

Ihre Entdeckung erweitert das Gebiet, in dem verwandte Viren gefunden wurden, auf eine Entfernung von 4.800 km. Die Studie wurde in Nature Communications veröffentlicht.

Die Forscher schreiben in der Fachzeitschrift, dass der Ort der Probenahme (nur Thailand) und der Umfang der Probenahme begrenzt war, aber sie sind zuversichtlich, dass Coronaviren „mit einem hohen Grad an genetischer Verwandtschaft zu Sars-CoV-2 in Fledermäusen in vielen Nationen und Regionen in Asien weit verbreitet sind“.

Frühere Studien haben nahegelegt, dass Sars-CoV-2 in einem Tier, höchstwahrscheinlich einer Fledermaus, entstanden ist, bevor es sich auf den Menschen ausgebreitet hat. Die genauen Ursprünge des Virus sind unbekannt und wurden von einem Team im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht.

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In der neuesten Untersuchung wies ein Team unter der Leitung von Lin-Fa Wang von der Universität Singapur einen nahen Verwandten von Sars-CoV-2 bei Hufeisennasenfledermäusen nach, die in einer künstlichen Höhle in einem Wildtierschutzgebiet in Thailand gehalten wurden.

Das isolierte Virus mit dem Namen RacCS203 ist eng mit dem genetischen Code von SARS-CoV-2 verwandt (mit 91,5 Prozent Ähnlichkeit in ihren Genomen). Es ist auch eng verwandt mit einem anderen Coronavirus – genannt RmYN02 -, das bei Fledermäusen in Yunnan, China, gefunden wurde und das 93,6 Prozent Ähnlichkeit mit dem Genom von Sars-CoV-2 aufweist.

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Die Forscher aus Thailand, Singapur, China, Australien und den USA untersuchten die Antikörper in den Fledermäusen und in einem gehandelten Schuppentier in Südthailand.

Sie sagen, dass die Antikörper in der Lage waren, das Pandemievirus zu neutralisieren, was ein weiterer Beweis dafür ist, dass mit SARS-CoV-2 verwandte Coronaviren in Südostasien zirkulieren.

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Ein Kommentar

  1. DNA und Gene muß man unterscheiden. Der Artikel spricht auch nur von Genen. Gene sind nach wissenschaftlicher Ansicht der Sitz der Erbinformation.

    Tierversuche mit Medikamenten werden zumeist an Mäusen vorgenommen (das ist kein Beleg, daß ich für Tierversuche bin).
    Das kommt, weil Mäuse nach wissenschaftlicher Ansicht mehr Gene mit dem Menschen teilen als der Affe.
    Ich nehme mal an, daß die Genverwandschaft der Fledermaus mit dem Menschen ähnlich hoch ist wie mit der gemeinen Hausmaus. Also sollte das Virus, welches bei der Fledermaus gefunden worden ist und bei einer Zoonose auf den Menschen übergeht, ebenfalls das Immunsystem des Menschen nicht überlasten, es sollte Antikörper bilden.
    Angemerkt sei, daß Menschen und Bananen 70% der Gene teilen. Und weil wir ständig Gene essen, warum mutieren wir eigentlich nicht zur Banane?

    Wenn die Forscher tatsächlich Recht haben, dann sollte es seit Jahrtausenden zur Zoonose gekommen sein. Dann frage ich mich: wo ist das Problem?

    Der mit einem RNA-Virus infizierte Mensch produziert ebenfalls RNA-Viren. Das passiert auf den Nasenschleihäuten. In den Schleimhäuten sitzen drüsen, die für die Produktion des „widerlichen Schleims“ (lat. Virus) ausgelegt sind. Das Gift (Tröpfchen), welches jemand ausgeniest und uns krank gemacht hat, verursacht die Reprodukltion der RNA-Viren, welche aus Eiweißen bestehen. Technisch stößt der Mensch während der Krankheit damit Giftstoffe ab.
    Das Ursachengift ist damit nicht identisch mit dem „widerlichen Schleim“, welche wir ins Taschentuch schnäutzen und herumniesen. Das sind nur mehr oder weniger gelungene „Kopie“ und somit Imitate. Man stelle sich einen Kopierautomaten vor. Die Kopie ist nicht das Original, sondern ein Imitat. Und wenn der Toner alle ist, im übertragenen Sinne ist das Eiweiß nicht vorhanden, kommt es zu Kopierfehlern. Das nennt die Virologie Mutationen. Was sachlogisch falsch ist, es sind bloß schlechte Imitate.

    Angemerkt sei noch: die Abstriche für den Test werden auf den Nasenschleimhäuten gemacht. Ist die Nase frei und die Schleimhäute sind nicht geschwollen, ist der Mensch gesund.
    Riechstörung kann Infektion anzeigen, lese ich just auf scinexx. Das ist ein wahnsinnige Erkenntnis. Wessen Nase dicht ist infolge einer Grippe, hat immer Riechstörungen. Er hat auch Atemnot.

    Vielleicht sollten wir unsere vollgeschnaubten Taschentücher in die Charite schicken? Kann man sich ja überlegen. Ist nur ein Vorschlag ..

    Vom Mai 2020
    https://www.scinexx.de/news/medizin/wie-stark-ist-das-coronavirus-mutiert/

    In der „Rubrik“ findet man eine Menge Weisheiten, die eigentlich genau das feststellen, was wir immer wußten. Wenn man Grippe hat, fühlt man sich krank.

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