Biden scheint die US-Besetzung von Syrien zu erweitern

Offenbar wird wieder mehr US-Kriegsmaterial über den Irak nach Syrien geliefert, wie neue Berichte aus der Region zeigen.

Von Marco Maier

Nach Angaben der umstrittenen in London beheimateten Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte fuhren etwa 50 Fahrzeuge in einem US-Militärkonvoi an diesem Wochenende nach Syrien und wurden in die Basen im Nordosten des Landes Hasakeh Provinz geleitet.

Die oppositionelle Beobachtungsstelle hat festgestellt, dass dies der neunte solche Konvoi in Syrien im Jahr 2021 ist. Dies bedeutet, dass fast zwei Konvois pro Woche dort eintreffen.

Während es keine offizielle Ankündigung über eine Änderung der Politik gab, spricht dies für die Absichten der Biden-Administration in Syrien – oder zumindest Absichten, Syrien nicht verlassen.

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Vielmehr kann man davon ausgehen, dass die Amerikaner unter Präsident Biden wieder auf die Regime Change-Taktik unter Präsident Obama zurückgreifen, während Präsident Trump keine Lust auf solche politischen Spielchen hatte. Auch ein Grund, warum er die US-amerikanische Truppenpräsenz reduzierte und nur noch einen kleinen Brückenkopf beließ.

Es ist davon auszugehen, dass das US-Engagement in Syrien unter der neuen US-Regierung wieder zunimmt. Trump selbst ließ zwar die Plünderung der syrischen Ölreserven durch die oppositionellen Kräfte zu (und sorgte für deren militärischen Schutz), doch im Gegensatz zu seinem Vorgänger Obama suchte er dort nicht die Konfrontation mit Russland. Unter Biden wird sich dies wahrscheinlich wieder ändern.

Wie Biden schon sagte, will er dafür sorgen dass die USA wieder eine aktive geopolitische Rolle spielen wollen. In Kombination mit der allgemeinen Russophobie der US-Demokraten und dem interventionistisch-militaristischen Kabinett in Washington D.C. bedeutet dies nichts Gutes…

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Ein Kommentar

  1. Der linke US-Imperialismus kommt wieder durch, auch noch mit einem Katholiken mit blutigen Händen an der Spitze und wie man sagt mit eigenen fragwürdigen Methoden zur Selbsthilfe und das alles könnte in Richtung Konfrontation steuern, mal sehen wann sie aufeinander prallen.

    Die westliche Welt scheint unbelehrbar zu sein und das alles schön gesteuert von einer Schattenregierung, die von den Gewählten auch nicht viel hält aber sie als Aushängeschild benötigt um den Eindruck politischer Entscheidungen zu erwecken und nun kann man sich heute schon fragen was besser für die Gesundheit ist, der alte Präsident oder der neue, denn diese verdammten Ränkespiele führen die Welt noch in den Abgrund und es soll ja noch welche geben, die an den Endsieg glauben, bei dieser Bewaffnung heutzutage, das ist doch aberwitzig und im wahrsten Sinne des Wortes eine tödliche Angelegenheit, wenn die Spirale so weiter gedreht wird.

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