Vier weitere Lockdown-Monate?

Eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland dürfte so gut wie fix sein. Doch für wie lange soll der Ausnahmezustand noch gelten?

Von Michael Steiner

Am 5. Januar findet der sogenannte Coronagipfel zwischen Bund und Ländern statt. Überall wird schon davon ausgegangen, dass eine Verlängerung des derzeitigen Lockdowns bereits eine beschlossene Sache ist. So auch der Präsident der Bundesärztekammer Klaus Reinhardt.

„Das wichtigste ist, dass man den Menschen klarmacht, dass wir jetzt noch vor zwei, drei, vier Monaten stehen, die Anstrengungen von allen erfordern.“ Schließlich stünden die Krankenhäuser derzeit am Rand der Überlastung.

„Ich weiß, dass sowohl ärztliches aber auch pflegerisches Personal definitiv am Rande der Leistungsfähigkeit tätig ist. Die rein numerischen Kapazitäten sind zu über 90 Prozent ausgelastet“, sagte Reinhardt der „Bild“. Für das Jahr wünsche er sich, „dass man den beschäftigten in den Krankenhäusern sagt, ihr müsst euch um euren Arbeitsplatz und über die wirtschaftliche Situation eures Krankenhaus in den nächsten drei bis sechs Monaten überhaupt keine Gedanken machen“.

Überbrückungshilfen sollten zügig und unbürokratisch fließen. Zuletzt hatte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Gehältergarantie für Beschäftigte in Krankenhäusern ausgesprochen. Wegen der Corona-Pandemie befürchten viele Krankenhäuser finanzielle Engpässe in den kommenden Monaten. Durch die Impfstoffe gebe es Hoffnung auf ein Ende der Pandemie in diesem Jahr, erklärte Reinhardt gegenüber „Bild“.

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Was Reinhardt jedoch vergisst ist der Umstand, dass die deutschen Krankenhäuser auch schon früher während starker Grippesaisonen überlastet waren und wenn man sich die Pressemeldungen der letzten Monate ansieht, wo es hieß, dass viele Krankenhäuser schließen, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen und so weiter, fragt man sich, ob man so eine gezielte Überlastung geschaffen hat.

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