Teurer Lockdown-Wahnsinn

Rund 60 Milliarden Euro kostet der Januar-Lockdown die deutsche Wirtschaft laut DIW-Berechnungen. Doch der Widerstand wächst.

Von Michael Steiner

Alleine der Januar-Lockdown wird die deutsche Wirtschaft laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rund 60 Milliarden Euro kosten. „Wir haben berechnet, dass durch diesen zweiten Lockdown bis Ende Januar die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr 1,8 Prozent weniger beträgt – also knapp 60 Milliarden Euro weniger Wirtschaftsleistung“, sagte er der „Bild“.

Dieses Szenario sei im Dezember berechnet worden, sagte Fratzscher. Damals ging man noch von einem Lockdown bis Ende Januar aus. „Wenn der Lockdown verlängert wird, zum Beispiel bis Mitte Februar, steigen die Kosten stark an“, sagte der DIW-Chef. Da viele Unternehmen keine Rücklagen mehr hätten, würden immer mehr in eine Schieflage geraten. „Deshalb müssen wir uns noch auf harte Monate einstellen“, so der Ökonom.

Und das ist ja erst der Anfang. Immerhin kann man schon jetzt davon ausgehen, dass der Lockdown wohl noch bis Ostern – also bis April – verlängert wird, obwohl es genügend wissenschaftliche Beweise gibt, dass solche Lockdowns komplett unsinnig sind und mehr Schaden anrichten als dass die einen Nutzen hätten.

Dies wird auch von den AfD-Fraktionen im Bundestag und den Landesparlamenten bekritelt. In einem Thesenpapier heißt es: „Die erhobenen wissenschaftlichen Zahlen haben bewiesen, dass der Lockdown vulnerablen Gruppen keinen Schutz bietet, nachfolgende Generationen mit kaum bezahlbaren Schulden belastet und ganze Wirtschaftszweige irreparabel schädigt.“

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Die stellvertretende Bundestagsfraktionsvorsitzende Beatrix von Storch sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Wir müssen die Alten schützen und nicht die Existenz von Millionen Bürgern zerstören. Die Maßnahmen haben keine wissenschaftliche Basis.“ Sie bezeichnete sie als „rein willkürlich, unverhältnismäßig und wirklichkeitsfremd“.

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Auch von der FDP kommt Kritik am Vorgehen der Bundesregierung und vieler Landesregierungen. FDP-Generalsekretär Volker Wissing wirft Kanzlerin Merkel vor, sich in der Corona-Pandemie zu einseitig beraten zu lassen. Denn im Grunde genommen finden sich im Team der Bundesregierung nur Lockdown-Befürworter, während man kritische Wissenschaftler außen vor lässt, weil man keine Gegenrede haben will.

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