„Neue Kriegsführung – Drohnen der Türkei“

Die Türkei setzt ihre Kampfdrohnen effektiv auf den Schlachtfeldern ein. Deutschland hinkt militärtechnisch hinterher.

Von Hans-Jürgen Klose

Es ist ein Trauerspiel mit ansehen zu müssen, wie unser Oberbefehlshaber der Bundeswehr versucht das Hin- und Her-Geschiebe zwischen den Regierungsparteien beim Thema Drohnenbewaffnung nun von außen zu einem guten Ende zu bringen.

Szenarien auf den Schlachtfeldern sind in den letzten fünf Jahren grundlegend umgeschrieben worden. War der Panzer bisher die Königswaffe der Landnahme, so ist er heute zum Bauernopfer geworden. Man muss sagen – überall wo Drohnen gegen Panzer eingesetzt werden, haben Panzer kaum eine Chance.

Eine Drohne wird durch ein Team von Experten geflogen. Der Mann an der Fernsteuerung wird begleitet und kontrolliert durch Spezialisten zur Auswertung der Fotos und Filme – diese Informationen gehen von da aus an die Stäbe bis hoch in die Regierungskreise. Drohnen bleiben bis zu 24 Stunden in der Luft. Für Sprengstofftransporte genügen kleinere, wie man sie von privaten Herstellern ganz legal im Netz bestellen kann. Sie haben nicht die Flughöhen wie die letztens von mir erwähnte Bayraktar TB2 der Türkei, lösen aber vor allem in unwegsamem Gelände logistische Probleme.

Die Bayraktar TB2 hat der Schwiegersohn Erdogans nach sich selbst benannt. Selcuk Bayraktar brachte nach seiner Zeit in den USA die Drohne in das Maschinenbau-Unternehmen seiner Familie ein und machte es so zum wichtigsten Drohnenproduzenten am Bosporus.

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Im Rahmen der Operation „Frühlingsschild“ gegen syrische Truppen und kurdische Milizen bei Idlib schalteten die türkischen Drohnenkrieger inzischen 150 Kampfpanzer, 47 Haubitzen, 8 Helikopter und 3 Flugzeuge aus und töteten 3000 Soldaten. Zweifelsfrei ist die Türkei auf dem Weg zur Großmacht ein gutes Stück weiter gekommen.

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Deutschland wird sich bald entscheiden müssen, denn die USA sind schon jetzt kein zuverlässiger Partner mehr. Wenn durch Corona der Verteidigungshaushalt nun gekürzt wird dürfte das die Amerikaner noch mehr von uns entfernen. Die Türkei jedenfalls geht zur EU immer mehr auf Konfrontationskurs.

Wie wär´s mal mit einer selbstentwickeltem Drohne für die Bundeswehr. Der Euro-Hawk bei dem die Bundesregierung gut 800 Mill. Euro in den Sand gesetzt hat und nicht ein einziges Fluggerät in die Luft brachte hat gezeigt: „viele Köche verderben den Brei“.

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