Moskau: Ausländische Staaten stecken “eindeutig hinter” Pro-Navalny Kundgebungen

In Moskau hält man die Pro-Navalny-Proteste für vom Ausland gesteuert. Der Oppositionelle selbst berichtet jedoch fleißig aus seiner Haft.

Von Redaktion

Ein Top-russischen Gesetzgeber hat Samstag beträchtliche Pro-Navalny-Proteste als “ausländisch unterstützt” verurteilt, die Zusammenstöße mit der Polizei über mehrere Städte einschließlich Moskau und St. Petersburg beinhalteten.

Andrey Klimov, der Vertreter, der den Vorsitz des “Föderationsrats für den Schutz der staatlichen Souveränität und Verhinderung der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Russlands” des Senats innehat, sagte dem Rossiya-1 TV-Kanal am Sonntag:

“Die Kommission [des Föderationsrates] hat Grund zu der Annahme, dass die Handlungen ausländischer Staaten eindeutig hinter all diesen Ereignissen stecken und all dies mit Hilfe der ausländischen Spezialisten geschieht”, so TASS.

Er behauptete weiter, dass die “nicht autorisierten” Demonstrationen zur Freilassung des inhaftierten Kreml-Oppositionspolitikers Alexej Navalny hauptsächlich auf “ausländischen digitalen Plattformen und Boten” organisiert wurden. “Das ist selbst eine illegale Handlung”, fügte Klimow hinzu.

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In einer separaten Erklärung eines anderen Spitzenbeamten hieß es, die Kommission sei “bereit, die Akten über die mögliche Beteiligung ausländischer Kräfte an der Verbreitung von Aufrufen zur Teilnahme an nicht genehmigten Veranstaltungen in einer Reihe von sozialen Netzwerken am kommenden Wochenende unverzüglich zu prüfen.”

Immerhin ist es weithin bekannt, dass Navalny ein US-Asset ist und auch höchstwahrscheinlich für die US-amerikanische CIA arbeitet, sowie über deren dunklen Kanäle Finanzmittel erhält. Deshalb auch das ganze politisch gesteuerte “Drama”, welches derzeit wieder einmal den Westen in Atem hält.

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Das harte Vorgehen der russischen Sicherheitskräfte gegen die Proteste sorgte auch in der deutschen Medienwelt für scharfe Kritik. Dabei besteht wegen der herrschenden Umstände in Sachen Covid-19 in Russland wie auch in vielen anderen Ländern ein weitestgehendes Demonstrationsverbot. Hinzu kommt, dass bei den Protesten in Russland auch Polizisten mit Feuerwerkskörpern angegriffen wurden.

Wäre es in Deutschland zu solchen massiven Ausschreitungen mit mehreren verletzten Polizisten gekommen, hätten dieselben Medien die momentan die russischen Sicherheitskräfte und den Kreml kritisieren ein härteres Vorgehen der deutschen Polizei und Justiz gefordert.

Am Wochenende prangerte das russische Außenministerium wütend die Tatsache an, dass die US-Botschaft in Moskau im Vorfeld der Proteste am Samstag öffentlich Zeiten und Treffpunkte für geplante Demonstrationen in bis zu einem Dutzend Städten in Russland bekannt gab.

“All das deckt sich mit den provokativen doktrinären Richtlinien Washingtons, ‘Proteste in den Ländern mit unerwünschten Regierungen’ zu fördern”, so das Außenministerium am Samstag.

“Jeder Versuch dieser ‘Berichterstattung’ über nicht genehmigte Kundgebungen wird als grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes betrachtet und wird zu einer entsprechenden Reaktion führen”, heißt es in der Erklärung weiter.

Navalny selbst hingegen nutzt die Zeit seiner Inhaftierung um eine neue Dramakampagne zu starten. Wo in anderen Ländern Gefangenen kein Zugang zu Kommunikationsmitteln wie Smartphones oder Computern mit Internetzugang haben, können sich der Kreml-Kritiker und dessen engsten Mitarbeiter problemlos an die Weltöffentlichkeit wenden. Etwas, was in einem angeblichen repressiven Staat wie Russland eigentlich gar nicht möglich sein dürfte, wenn man den Narrativen der westlichen Propagandisten folgt.

Sehr dunkel – @navalny sagt, man solle es nicht glauben, wenn er “versehentlich” im Gefängnis stirbt. “Für den Fall der Fälle gebe ich bekannt, dass ich nicht vorhabe, mich entweder an einem Fenstergitter zu erhängen oder mir mit einem angespitzten Löffel die Adern oder die Kehle aufzuschneiden. Ich benutze die Treppe sehr vorsichtig.”

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Wer auch nur ein wenig gesunden Menschenverstand besitzt, der weiß, dass diese ganze Propagandaaktion des Bloggers nur dazu dient, dem Ruf Russlands zu schaden und weitere Sanktionen gegen Moskau auszulösen – und natürlich um nicht in Vergessenheit zu geraten.

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4 Kommentare

  1. Das läuft doch schon seit Jahrzehnten immer nach dem gleichen Strickmuster ab, die interne Opposition wird gefördert um dann die Regierung zu beseitigen.

    Das klassische Beispiel der Neuzeit war die Ukraine und wenn man so will ist das eine nicht ausgesprochene Kriegserklärung und man kann sich eigentlich nur wundern, daß die Betroffenen nicht rabiaten vorgehen, denn Veränderungen sind alleinige Angelegenheit der Parteien innerhalb eines Landes, geht es darüber hinaus ist das eine unzulässige Parteinahme und wenn man das alles so weiter denkt ist das dann ein permanenter unfriedlicher Zustand, der die Ordnung zerreißen kann, wie immer man darüber denken kann.

    Jeder Staat ist für sich selbst verantwortlich und in der heutigen Zeit ist auch nichts mehr geheim zu halten und deswegen ändern sich viele Dinge ganz von selbst, da muß man nicht von außen eingreifen um das Ganze zu befeuern, was sehr gefährlich sein kann und der Sache nicht dienlich ist.

  2. Man sollte sich mal ansehen, wer an diesen Demonstrationen teilnimmt. Sehr viele Minderjährige, teilweise 9-12 jährige Kinder, alle kommen aus kaputten Familien, haben ein kaputtes Leben, keine Bildung usw. Ein gefundenes Fressen für die Yankees – ein paar Dollar und alle machen das, was der Yankee will.

  3. Die amerikanische Botschaft in Russland hat Orte und Zeiten des Beginns von Protesten in russischen Städten zur Unterstützung des Oppositionspolitikers Alexei Navalny veröffentlicht. US-Bürger wurden aufgefordert, Proteststätten und Demonstrationsaktivitäten zu vermeiden.

    Dies wird in einer Nachricht auf der Website der Botschaft angegeben.
    https://ru.usembassy.gov/demonstration-alert-u-s-mission-russia-5/

    Alle Kundgebungen wurden von der US-Botschaft in Russland vorbereitet. Das Geld für den Protest erhielten die Kuratoren der Botschaft

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