Bundeswehr in den Händen von Laien

Die deutsche Bundeswehr braucht eine kompetente Führung und eine politische Klasse, die sie nicht in sinnlose Einsätze schickt.

Von Hans-Jürgen Klose

Die Bundeswehr hat Aufgaben bekommen, die nirgendwo die Interessen Deutschlands berühren. „Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“ – dieser berühmt gewordene Satz des damaligen SPD-Verteidigungsministers Struck hat inzwischen so manche Milliarde gekostet. Dass zudem 59 deutsche Soldaten ihr Leben in Afghanistan ließen, wird hier in der Presse mit keiner Silbe erwähnt. Die Bevölkerung wird über das meiste das unsere Truppe betrifft im Unklaren gelassen.

Zu einem Staatswesen gehört, ob man will oder nicht, das Militär. Ohne Militär gibt keinen unabhängigen Staat. Da unser Staat aber nicht unabhängig ist, wird die Bundeswehr zur Zeit im Auftrag Anderer in 13 Auslandseinsätze geschickt. In nicht einem einzigen Auslandseinsatz wurde das gehalten, was in den jeweiligen Mandaten des Bundestags versprochen worden war. Das liegt nicht an den Soldaten sondern schlicht an der geopolitischen Unkenntnis unserer Parlamentarier.

An keinem der Einsatzorte hat die Bundesregierung ein Mitspracherecht wie dem Krisenzustand begegnet werden soll – so werden deutsche Soldaten zu Legionären degradiert. Obendrein will unsere Verteidigungsministerin die Bundeswehr jetzt so strukturieren, dass sie als Interventionsarmee in alle Brandherde geschickt werden kann. Diese Frau soll einen Unteroffizierlehrgang belegen und lernen, wie eine Einheit am Einsatzort einzuweisen ist.

Soldaten in zwielichtige Einsätze zu schicken und darauf zu vertrauen, dass sie sich politisch enthalten müssen, ist gelinde gesagt eine Sauerei.

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Afghanistan – die dort von der „internationalen Gemeinschaft unterstützte Regierung gebietet über 35 Prozent der Landesfläche – und das ist keine neue Entwickelung. Wer sind also die Rebellen? Wer über solche Zeiträume trotz unglaublicher militärischer Unterlegenheit 65 Prozent des Landesfläche mit seinen Gesetzen versieht, der ist Regierung.

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Mali – Frankreich ist als ehemalige Kolonialmacht in Mali verhasst. Die permanente Anwesenheit des französischen Militärs verschärft die ethnischen Konflikte im Land. Mali wurde jetzt neokolonisiert.

Die Bundeswehr selbst wird von 75 Prozent unserer Bevölkerung positiv gesehen. Alle die Maßnahmen zur „Bündnisverteidigung“ haben in der Öffentlichkeit kaum einen Rückhalt.

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Ein Kommentar

  1. Die Briten und Amerikaner handeln immer in ihrem eigenen Interesse, sie wollen nicht, dass ihre Soldaten getötet werden.
    Sie sind bereit, Kriege bis zum letzten Europäer zu führen.

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