Biden schickt B-52-Bomber über den Persischen Golf

Auch die Biden-Administration übt sich in Machtdemonstrationen gegenüber dem Iran und schickte einen B-52-Bomber in die Region.

Von Redaktion

Am Mittwoch enthüllte das The Wall Street Journal, dass die Biden-Administration zum ersten Mal einen B-52-Bomber in einem Langstreckenflug von den USA in den Persischen Golf am Dienstag geschickt hat.

Es ist die erste derartige „Warn“-Botschaft an den Iran unter dem Weißen Haus der Biden-Administration, in Fortsetzung ähnlicher jüngster Schritte von Trump, und die sechste derartige B-52 Operation über dem Persischen Golf in nur wenigen Monaten.

Das WSJ berichtet:

Die B-52H Stratofortress, ein schwerer Langstreckenbomber, startete von der Barksdale Air Force Base in Louisiana am Dienstag und wurde erwartet, dass sie einen kontinuierlichen Flug über Jordanien, Saudi-Arabien, und nach unten die östliche saudische Küste in der Nähe der Vereinigten Arabischen Emirate und Katar vor der Rückkehr in die USA machen wird, sagte ein hochrangiger Militärbeamter.

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Der Beamte sagte weiter: „Unsere Absicht ist es, diese dauerhafte defensive Haltung aufrechtzuerhalten, um jegliche Aggression in der Region abzuschrecken, die regionale Sicherheit zu fördern und unsere Verbündeten zu versichern.“

Mehrere F-15-Jets der Royal Saudi Arabian Air Force waren auf Fotos zu sehen, die vom US CENTCOM veröffentlicht wurden, und den Bomber eskortierten.

Der provokative Überflug scheint eine Reaktion auf die beiden jüngsten Angriffe auf die saudische Hauptstadt Riad zu sein. Am Dienstag explodierte ein „mysteriöses“ Geschoss, wahrscheinlich eine Rakete, über dem Stadtzentrum von Riad, als es Berichten zufolge von saudischen Luftabwehrsystemen abgefangen wurde.

Es folgte auf ein am Samstag auf die Stadt von außerhalb des Landes abgefeuertes Projektil, welches eine Drohne gewesen zu sein scheint, die auch abgeschossen wurde, bevor sie irgendwelche Schäden anrichten konnte.

Die jemenitischen Houthis haben bestritten, hinter einem der beiden Angriffe zu stecken, während gleichzeitig Spekulationen über die Möglichkeit wachsen, dass vom Iran unterstützte Milizen im Irak die Schuld tragen, wie das WSJ weiter beschreibt:

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Die Koalition machte die Houthis für den Angriff verantwortlich, die die Verantwortung bestritten, und die USA deuteten ebenfalls an, dass sie die Schuld tragen. Eine bisher unbekannte Gruppe namens „True Promise Brigades“, die angeblich im Irak ansässig ist, verbreitete eine Erklärung auf Telegram, in der sie behauptete, sie habe den Yamama-Palast und andere Orte in Riad als Vergeltung für die angebliche saudische Unterstützung des Islamischen Staates angegriffen.

Das eindringende Geschoss verursachte am späten Dienstagabend ein stundenlanges Flugverbot für alle Flüge auf dem internationalen Flughafen von Riyadh.

Die jemenitischen Houthis haben in den vergangenen Jahren Raketenangriffe sowohl auf die Hauptstadt als auch auf Einrichtungen von Saudi Aramco gestartet, am bekanntesten bei dem Angriff auf Abqaiq-Khurais im September 2019. In den letzten Wochen der Trump-Administration wurden die Houthis als offizielle Terrororganisation eingestuft, was die Biden-Administration nun überprüft.

 

 

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Ein Kommentar

  1. Der Nahe Osten bleibt ein Pulverfaß und wer den kriegerischen Reigen zuerst eröffnet bleibt abzuwarten, das ist reine Nervensache und die liegen bei den Israelis blank, was ja auch verständlich ist und solche Warnaktionen werden die Iraner hoffentlich abschrecken, denn sie werden im Ernstfall die geballte Macht zu spüren bekommen, wo der Angriff mit den gleichen Bombern in Japan 1945 noch ein vergleichsweise kleines Inferno darstellte, im Gegensatz zu heute, wo kein Stein mehr auf dem anderen bleibt und die Folgen weltweit noch völlig offen wären.

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