Realwirtschaft im Eimer - DAX auf Allzeithoch

Etwas läuft komplett falsch. Während die Realwirtschaft durch die Corona-Maßnahmen stranguliert wird, gehen die Aktienkurse durch die Decke.

Von Marco Maier

An Negativmeldungen aus der Realwirtschaft mangelt es derzeit nicht. Die Konjunkturprognosen sind Dank der Corona-Lockdowns im Keller und selbst die größten Optimisten halten eine Rückkehr der gesamtwirtschaftlichen Leistung auf Vorkrisenniveau vor Ende 2021 für unwahrscheinlich. Realisten weisen hingegen weisen auf die massiven strukturellen wirtschaftlichen Schäden hin, die durch die ganzen von der Politik verhängten Einschränkungen entstanden sind und noch entstehen werden.

In den kommenden Monaten wird ein Pleiten-Tsunami durch Deutschland rollen, der es in sich haben wird. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen ohne dicke Kapitalpolster wird es da treffen, während die Konzerne kaum Probleme haben, sich über Wasser zu halten.

Doch obwohl diese Entwicklungen die wirtschaftliche Struktur Deutschlands nachhaltig beeinträchtigen und über kurz oder lang auch die Umsatz- und Gewinnentwicklung der Konzerne betreffen wird, scheint das billige Zentralbankgeld sich derzeit keine Sorgen zu machen. Im Gegenteil: der DAX verzeichnete zum Handelsstart in Frankfurt nach der Weihnachtspause ein Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag.

Und nicht nur das: mit zwischenzeitlich 13.795,37 Punkten erreichte er sogar ein neues Allzeithoch. Und das in realwirtschaftlichen Krisenzeiten.

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Offenbar lebt die Finanzindustrie in einer Parallelwelt, in der die Realität keine große Rolle spielt und man Millionen und Milliarden an Euros und Dollars herumschiebt, als ob es sich um Spielgeld handeln würde. Gut, Fiat-Geld ist schlussendlich ohnehin nur eine Art von Spielgeld mit fiktivem Wert, basierend auf der allgemeinen Akzeptanz - doch das was derzeit abgeht, ist absolut nicht mehr normal.

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Die Börsen feiern und die Realwirtschaft versumpft. Wie lange kann das noch gut gehen?

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