Pompeo: Russland ist ein Feind der USA

Pompeo hob auch Veröffentlichungen in bestimmten US-Medien über die Russland zugeschriebenen „Bemühungen im Cyberspace“ hervor.

Von Redaktion

US-Außenminister Mike Pompeo hat betont, dass Russland unter den Feinden für die Vereinigten Staaten ist. Dies sagte er in einem Interview mit dem amerikanischen Journalisten Mark Levin, welches das State Department Freitag veröffentlichte.

Levin fragte sich, was Pompeo über die Meinung einiger Vertreter der Republikanischen Partei denke, dass Russland trotz seiner angeblichen Versuche, sich in den US-Wahlprozess einzumischen, kein Feind für das Land sei. „Mark, es ist so, dass ich die ganze Zeit gefragt werde, wer unser Feind ist, und die Antwort ist, dass wir viele Leute haben, die unsere Lebensweise, unsere Republik, unsere grundlegenden demokratischen Prinzipien untergraben wollen. Russland ist sicherlich auf dieser Liste,“ betonte der Top-US-Diplomat.

Darüber hinaus verifizierte Pompeo die Behauptung des Journalisten, dass Russland „wirklich große Atomraketen auf die Vereinigten Staaten richtet“ als „sehr real“. Er hob auch Veröffentlichungen in bestimmten US-Medien über die Russland zugeschriebenen „Bemühungen im Cyberspace“ hervor. „Wir haben dies für eine schrecklich lange Zeit gesehen, mit asymmetrischen Fähigkeiten, um zu versuchen, und setzen sich in einer Position, wo sie Kosten für die Vereinigten Staaten auferlegen können,“ schloss er.

Die US-Sicherheitsdienste beschuldigen Russland, sich 2016 in den amerikanischen Wahlprozess eingemischt zu haben. Der ehemalige US-Sonderermittler Robert Mueller untersuchte diese angeblichen Versuche fast zwei Jahre lang. Insbesondere untersuchte er die angeblichen Absprachen zwischen russischen Behörden und Donald Trump, der später das Amt des US-Präsidenten übernahm. Am Ende räumte Mueller ein, dass es keine Absprachen gegeben habe. Trump hat den Verdacht auf unzulässige Kontakte mit russischen Beamten im Wahlkampf wiederholt zurückgewiesen. Auch Moskau hat die Vorwürfe der Wahleinmischung wiederholt zurückgewiesen.

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Allerdings zieht sich die Russland-Feindlichkeit quer durch die US-Politik. Sowohl Demokraten als auch Republikaner halten am Feindbild Russland fest und sabotieren jegliche Versuche, die Beziehungen zwischen den beiden Großmächten zu normalisieren.

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Ein Kommentar

  1. Merkwürdigerweise bleibt Rußland für den Westen nachwievor der Erzfeind, obwohl sie seit der Wiedervereinigung Deutschlands eigentlich den besten Willen zeigten eine neue Ära einzuleiten, was der Westen, insbesondere die USA ja so nicht teilte und nachwievor Hegemon im Westen bleibt.

    Die Abneigung gegen Rußland hat etwas mit der Geschichte der Bolschewiken zu tun, die sich überall, auch im Geldadel manifestiert haben und in Rußland eine große Gefahr sehen und außerdem der ständigen Versuchung unterliegen, an die Resourcen dieses Landes heran zu kommen.

    Das könnte dazu führen, daß sich Rußland mittelfristig in der Zange zwischen dem Westen und China befindet, wobei die Letztgenannten große Taktiker sind und ihr Begehren im asiatischen Raum nicht an die große Glocke hängen und ihre Einkreisungspolitik, auch über Europa und mit Hilfe der linken US-Regierung könnte dazu führen, daß man sich irgendwann mal daran vergreift und man kann nur raten wachsam zu bleiben, denn der Zweifrontenkamf vor 80 Jahren könnte sich wiederholen, wenn auch aus anderen Beweggründen, aber die Begierlichkeiten sind doch offensichtlich und deswegen auch die stetige Verunglimpfung der Russen um einen gewissen Boden vorzubereiten, das spätere Handeln zu legitimieren.

    Man muß kein ausgewiesener Russenfreund sein um Partei zu ergreifen, aber diese unausgewogene Taktik des Westens ist doch ein Widerpart zum Verhalten der Russen, die natürlich ihre Interessen wahrnehmen und trotzdem stets attackiert werden und das hat System, anders ist es nicht zu erklären.

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