Navalny – der russische Relotius?

Der russische Oppositionelle Alexej Navalny ist sich nicht zu schade, mittels eines Fake-Telefonats eine unglaubwürdige Story durch eine noch unglaubwürdigere zu ersetzen.

Von Marco Maier

Alexej Navalny, seines Zeichens ein russischer Blogger, Oppositionspolitiker und CIA-Handlanger zur Desavouierung Wladimir Putins und des Kremls im Westen, griff wieder einmal tief in die Mottenkiste. Die politische Randfigur, die in Russland kaum Unterstützer hat, versucht sich nun mit einem fingierten Telefongespräch wichtiger zu machen als sie überhaupt ist.

Offenbar war die abenteuerliche Geschichte, wonach er auf einem Inlandsflug in Russland mit dem tödlichen Nervengift Novitschok vergiftet worden sei, nicht überzeugend genug (mehr zum Thema hier). Also muss eine noch wahnsinnigere Story her, die jene des Herrn Relotius in den Schatten stellen. Erinnern Sie sich an den freiberuflichen Journalisten, der mit völlig frei erfundenen Artikeln für die Mainstreampresse (darunter „Spiegel“ und „Zeit“) Auszeichnungen einheimste?

Nun ja, diese Medien sind sich auch nicht zu fein, Navalnys Fake-Geschichten zu verbreiten, wonach er mit einem angeblichen FSB-Agenten (woher er wohl nur an den Namen und die Handynummer dieses Geheimdienstlers kam?) telefonierte und dieser ihm auch noch am Telefon frei gesagt habe, hinter diesem „Mordanschlag“ zu stecken.

Kritische Fragen in der deutschen bzw. westlichen Mainstreampresse? Fehlanzeige. Und warum gibt es keine kritischen Fragen? Weil jede Möglichkeit dankbar aufgegriffen wird, die es ermöglicht Präsident Putin und den Kreml in einem schlechten Licht darzustellen und neue Sanktionen zu fordern. Für die sogenannten „Qualitätsmedien“, die angeblich bedacht sind, „Fake News“ zu bekämpfen, ist so etwas allerdings kein Problem. Was „Fake News“ sind, bestimmen ohnehin sie, oder?

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Aber: Wer schon die total widersinnige Fake-Story vom „mit Novitschok vergifteten Wasserglas“ im Flugzeug bereitwillig verbreitete, hat auch mit diesem Schwachsinn hoch drei (siehe hier der Bericht in der tagesschau) keine Probleme. Hier geht es ja nicht um „Wahrheit oder Lüge“, sondern um Propaganda. Da ist alles erlaubt.

Egal ob (transatlantische) Mainstreammedien oder auch etablierte deutsche Politik – offenbar zählt nur der Hass auf Russland. Und dann echauffiert man sich auch noch darüber, wenn Moskau Sanktionen gegen Berlin verhängt? Welch ein Affentheater…

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6 Kommentare

  1. Ein korrupter emotionsloser Agent der Westmächte, der auch ins Kalkül zielt einen neuen Weltkrieg zu provozieren. Putin weiß das und bremst die Idiotie der Demokratie und westlichen freiheitlichen Scheinwelt mit der Beweisforderung zum Fall Navalny aus. Deswegen ist dieser Nichtsnutz ausgebrannt und durch Putins vorrausschauende Politik wirkungslos geworden. Man hätte ihn auch locker in der Taiga verschwinden lassen können, aber dann wäre auch der Anstoss zur militärischen Konfrontation zwischen Nato und Rußland ermöglicht worden.

  2. Ich kann mich noch daran erinnern, als die ersten Videos in den Nachrichten des Fernsehens auftauchten. Das ist nun schon einige Jahre her. Bereits damals machte Navalny auf mich den Eindruck eines Menschen, der starke psychische Probleme hat.
    Hinzu kam, dass in dem Interview die deutsche Übersetzung von seinen Worten abwich. Da die russische Sprache nicht so mit Idiomen überfrachtet ist, wie die englische, musste es also Absicht sein.

    Die späteren Schauergeschichten und schlechten Märchen bestätigten dann meinen ersten Eindruck. Bis hin, zu der im Artikel angesprochenen Story, dass er mal kurz seinen „Mörder“ anrief, um sich bestätigen zu lassen, dass er ermordet werden sollte.

    Das ist die eine Seite, die andere Seite, dass ehemalige Flaggschiffe des deutschen Journalismus, wie FAZ und Welt, diese Storys als Realität wiedergeben und sich selbst als Kämpfer für die Wahrheit sehen.

    Anfangs hatte ich über diesen Unsinn gelacht, da er aber kein Ende nehmen will, empfinde ich nur noch Abscheu und Ekel.

    1. Ich sage ja: sogar ein Blinder mit Krückstock muss doch erkennen, dass die ganze Geschichte einfach nur völlig absurd ist… Navalny ist eine CIA-Marionette und diese werden gerne übergeordneten Zielen geopfert.

  3. Allein schon den Namen – Навальный – Naval’nyj könnte man mit den Worten „auf der Kippe“ oder „am Haufen“ übersetzen. Das hat entweder mit Abfall oder mit Exkrementen zu tun.

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