Kriegsvorbereitung? Griechenland erhöht die Militärausgaben um 57 Prozent

Einem Bericht zufolge erhöht Griechenland seine Militärausgaben inmitten der Spannungen mit der Türkei dramatisch.

Via Al-Masdar News

Griechenland hat die Militärausgaben um 57 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro erhöht, inmitten erhöhter Spannungen mit der Türkei im östlichen Mittelmeer, wie ein neuer Bericht ergeben hat.

Um ihre Streitkräfte zu stärken, will Griechenland den Kauf von 18 Rafale-Kampfflugzeugen aus französischer Produktion abschließen, sowie neue Fregatten, Hubschrauber und Drohnen erwerben.

Griechenland beabsichtigt auch, seine alte Flotte von F-16-Kampfflugzeugen zu modernisieren und seine Truppenstärke um 15.000 zu erhöhen, berichtete Reuters letzte Woche.

Laut regionalen Quellen letzte Woche:

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„Während der Parlamentsdebatte über den Haushalt 2021 sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, dass die Regierung die Ausgaben für militärische Kapazitäten um 57 Prozent im Vergleich zu 2019 erhöhen will.“

Die Türkei und Griechenland sind in einen langjährigen Streit über die östlichen Mittelmeergewässer verwickelt, wobei der Konflikt seinen Höhepunkt im Jahr 2020 erreichte, nachdem Ankara die Entscheidung getroffen hatte, seismische Untersuchungen in der Nähe einer griechischen Insel zu beginnen.

Athen hat Ankara beschuldigt, seine Souveränität zu verletzen und gleichzeitig die Region durch seine Interventionen in Syrien und Libyen zu destabilisieren. Die Behörden in Athen haben die Europäische Union aufgefordert, die Türkei zu sanktionieren, ein Schritt, den Ankara kritisiert hat.

Die Türkei behauptet, dass ihre Gas- und Ölexplorationsaktivitäten im östlichen Mittelmeer keinen ihrer Nachbarn bedrohen, und fügt hinzu, dass sie im Rahmen des Völkerrechts handelt.

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Griechenland begrüßte kürzlich die neuen US-Sanktionen gegen die Türkei wegen des Kaufs und der Anschaffung des S-400-Systems aus russischer Produktion. Die Türkei hat diese Sanktionen gegen das Personal ihrer Verteidigungsindustrie verurteilt und geschworen, Vergeltung zu üben.

Anmerkung der Redaktion: Während Griechenland weiterhin völlig überschuldet ist und wie die anderen Länder auch von den Auswirkungen der Covid-Lockdowns betroffen ist, wirft Athen mit Unsummen um sich, um teures Kriegsgerät zu kaufen. Doch wozu? Es handelt sich hierbei um NATO-Kriegsgerät, welches eine Freund-Feind-Kennung besitzt und somit auch nur bedingt im Kriegsfall gegen türkische Truppen einsatzfähig ist.

Übrigens: Ohne US-Codes hebt kein NATO-Flugzeug ab. Sollte es zu einem Krieg zwischen den beiden Ländern kommen, könnte Washington eine Seite einfach lahmlegen. Wozu also die ganze Aufrüsterei?

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2 Kommentare

  1. Verblüffend, wie viel Geld in diesem angeblich ökonomisch so desaströsem Land vorhanden ist. Womöglich aber kalkuliert man bei der Finanzierung der enormen Rüstungsausgaben mit den noch offenen Reparationszahlungen aus Deutschland. Wenn die Biden-Administration es befiehlt, wird D. zahlen müssen.

  2. Der Crash steht vor der Haustür, da ist es doch scheißegal wie hoch man im Minus steht. Aber man hat nach dem Währungsverfall immerhin noch Hardware in der Garage. Das ist wie beim Kaufhausdiebstal, nach dem erwischt werden auf der Flucht noch die Regale leer fressen…

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