Die OeNB attackiert die digitale Euro-Agenda der EZB mit einer Pro-Bargeld-Kampagne

Während die EZB dem Bargeld den Kampf ansagt, geht die OeNB einen anderen Weg und verteidigt die Banknoten und Münzen mit einer Werbekampagne.

Von Redaktion

Der „Krieg gegen das Bargeld“ der EZB tobt schon seit Jahren. Am direktesten begann er 2016, als die EZB die Entscheidung traf, die Produktion der 500 Euro-Banknote einzustellen.

Wie damals schon klar wurde, ist dies kein schlechter Weg, um ein globales Verbot von Papiergeld zu starten, und alles natürlich im Namen der Bekämpfung von „Steuerhinterziehung, Finanzkriminalität, Terrorismus und Korruption“.

Seitdem eskalierte der „Krieg gegen das Bargeld“ zu negativen Zinssätzen… auf dem gesamten Kontinent (und bis hin zu Investment-Grade-Krediten) und zuletzt direkt zu einem Vorstoß in Richtung eines digitalen Euro.

Dies geschieht in einer Zeit, in der die Wachstumsrate der im Umlauf befindlichen europäischen Währung gerade in den zweistelligen Bereich gesprungen ist, das schnellste Tempo in diesem Jahrzehnt, was stark darauf hindeutet, dass die EZB einen Anreiz haben wird, alle im Umlauf befindliche Währung zu verfolgen und zu kontrollieren… idealerweise durch die Umwandlung in digitales Geld.

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In einem Bericht, der die Vor- und Nachteile der Einführung eines digitalen Euros darlegt, sagte die EZB, dass dieser „die Ziele des Eurosystems unterstützen könnte, indem er den Bürgern eine sichere Form von Geld in der sich schnell verändernden digitalen Welt bietet.“ Damit ist natürlich gemeint, dass die Möglichkeit erhalten bleibt, nach Belieben digitale Gelder von europäischen Konten einzuzahlen – und abzuheben – und dabei Banken überflüssig zu machen.

Der Vorstoß in Richtung zentralbankgestützter digitaler Währungen deckt sich mit Klaus Schwabs Vision einer Post-Covid-„Great-Reset“-Welt, die wir akzeptieren müssen, um „Revolutionen zu vermeiden“, die in der Tat wegen dieses Mannes stattfinden werden.

All das führt uns zu einer ziemlich interessanten Situation, da die Oesterreichische Nationalbank eine Informationskampagne zur Unterstützung des Bargelds gestartet hat, was sie scheinbar auf einen direkten Kollisionskurs mit der EZB bringt.

Am 1. Januar 2002 hat der Euro den Schilling als Bargeld abgelöst und ist seit fast 20 Jahren zum alltäglichen Begleiter geworden. Doch wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten (DWN) berichten, unterstreicht die aktuelle Kampagne der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) die Bedeutung des Bargeldes, das in Österreich nach wie vor das beliebteste Zahlungsmittel ist und laut dpa 79 Prozent des gesamten Zahlungsverkehrs ausmacht. Wir berichteten ebenfalls über die Liebe der Österreicher zum Bargeld.

Im Durchschnitt haben die Österreicher demnach 121 Euro in ihren Geldbörsen. OeNB-Direktor Eduard Schock verweist auf aktuelle Daten der Europäischen Zentralbank (EZB): „Auch die in der vergangenen Woche veröffentlichten Ergebnisse der SPACE-Studie der EZB zeigen, wie wichtig Bargeld im Alltag der Menschen ist.“

Österreich gehört neben Deutschland, Spanien, Portugal, Malta, Griechenland, Zypern und Italien zu den „bargeldlastigsten“ Ländern in Europa.

Aber, so die DWN weiter, Bargeld ist mehr als nur ein Zahlungsmittel. Bargeld ist Teil des täglichen Lebens, es schafft Identität und hilft, die eigenen Finanzen im Griff zu haben. Die OeNB startet ab heute eine Informationskampagne in Print- und Online-Medien und hebt weitere besondere Eigenschaften des Euro-Bargeldes hervor:

Bargeld ist Europa – 340 Millionen Menschen in ganz Europa zahlen täglich mit Euro-Banknoten und -Münzen. Sie sind ein fester Bestandteil des Alltags geworden und erleichtern den Handel, das Reisen, Studieren, Leben und Arbeiten im Ausland. Die Gemeinschaftswährung ist eines der greifbarsten Symbole der europäischen Integration.

Bargeld ist Technologie – In einer Euro-Banknote stecken viele hochtechnologische Elemente, die den Euro zu einer der fälschungssichersten Währungen der Welt machen. Ein besonderer Vorteil: Die Echtheit lässt sich auch ohne technische Hilfsmittel mit den einfachen Prüfschritten FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN überprüfen. Die hohen Sicherheitsstandards der Euro-Banknoten zeigen Wirkung: Die Falschgeldzahlen in Österreich und ganz Europa sind rückläufig.

Bargeld ist lernen – Ob während der Ausbildung, im Berufsleben oder in der Pension: Geld spielt immer eine wichtige Rolle. Aber auch der Umgang mit dem eigenen Geld muss gelernt werden. Banknoten und Münzen unterstützen dabei, die Ausgaben besser im Blick zu haben und so einen Überblick über die eigenen Finanzen zu behalten.

Da stellt sich die Frage, ob die Führungsspitze der OeNB nicht bald schon von der Politik ausgetauscht wird. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gilt ja als „glühender Europäer“ und dürfte wohl auch entsprechend auf die „Meinung“ seiner EU-Freunde setzen.

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4 Kommentare

  1. Das digitale Geld steckt irgendwie in der Klemme, wenn es gelingt einen Quantencomputer zu bauen. Denn dann haben nur noch Personen mit Zugang zu so einem Ding Geld, weil man damit jeden Code knacken kann. Die anderen Menschen werden also auf Edelmetall ausweichen. Wie gehabt, man sollte sich nun von den bunten Zetteln trennen.

    1. Ich glaube sie täuschen sich gewaltig. Die ältere Generation ist im technologisch sehr rückständigen Österreich unfähig die modernen Techniken zu nutzen. Die haben schon große Probleme beim Bankomaten geld abzuheben oder einzuzahlen. Dass sich viele den Code der Karte nicht mehr merken können ist Fakt.
      Die Jungen verwenden sie ganz selbstverständlich. Die Älteren zu denen ich zwar auch gehöre jedoch im Umfeld EDV heute IT genannt beruflich tätig verwende ich beides je nachdem es für mich bequemer ist.
      Die großen Ängste der Bargeldverfechter sind reine Scheinängste denn schon heute ist die Überwachung fast 100%ig da braucht es keine EZB Konten, bei Verdacht ist jedes Konto offen und die Versicherungen haben auch Zugriff. Gold ist keine Lösung wie ja die Vergangenheit zeigt, Goldverbot z.B. in den USA bis in die 70er Jahre all das gab und gibt es. Dass Gesichtserkennungssoftware eingesetzt wird sollte auch schon jeder wissen.
      Es wird eine Übergangszeit geben bis die heute etwa 60Jährigen gestorben oder in einem Pflegeheim sind dann ist es vorbei und wir verwenden das Smartphone zu zahlen von was auch immer. Jede Bank bietet das heute ja schon und diese Apps werden genutzt.

  2. Bargeldabschaffung ist das Ende der persönlichen Freiheit, denn Geld kann man dem Besitzer nicht wegnehmen, aber digitales Vermögen schon und mit einem Klick ist der Zugriff verwehrt oder jede Ausführung unterbunden und dann steht man mittellos da und wenn es ganz dicke kommt, dann wird auch noch anderes Vermögen, wie z.Bsp. Grund -und Boden und Immobilien dem Staat übertragen und man hat nur noch Nutzerrechte, die ebenfalls einer Enteignung gleich kommen.

    Damit könnte der Staat beliebig auf das Volksvermögen zurück greifen und es wäre das Aus für jede Individualität und käme einer riesigen Sozialisierung gleich, wo es sich nicht mehr lohnt für etwas zu arbeiten, wenn es ehedem Allgemeinbesitz wird und sich jeder persönlichen Verfügung entzieht.

    So ganz neu sind diese Überlegungen nicht, denn schon im Mittelalter gab es restriktive Maßnahmen, die allerdings nur die Elite betrafen. Der Kleine Besitzende mußte damals den Zehnten abliefern und wurde systematisch ausgepreßt, ohne Gegenleistung und der Tauschhandel war gegenwärtig, weil Geld als Zahlungsmittel nicht jedem gegeben war.

    Der Adel selbst war unterteilt in Mächtige und Ohnmächtige und diese vergaben ein oder mehrere Lehen zur Verwaltung an die untergebenen Ränge. Somit blieb es Eigentum der Großkopfeten und wer nicht spurte konnte seines Lehens entbunden werden und war somit arm und machtlos.

    Ganz rigide ging es zu, wenn erst die Reichsacht verhängt wurde und der Betroffene vogelfrei war und sogar noch um sein Leben fürchten mußte. Ein typisches Beispiel war die Abwicklung bei Heinrich dem Löwen, dem der Kaiser Friedrich I. alles genommen hat, nur weil er nicht spurte.

    Das übertragen könnte dann auch in der sogenannten modernen Zeit passieren, wo man den Aufmüpfigen dadurch diszipliniert, indem man ihm von den Lebensadern abschneidet und ihn handlungsunfähig macht. In China sehen wir ja schon wie das geht, da gibt es das Punktesystem für gutes Verhalten und den Bogen habe ich deshalb so groß gewählt, weil solche Schikanen und Systeme in der Beherrschung anderer nicht neu sind, sondern lediglich schneller und effizienter, aber im Ergebnis auf die Vernichtung des Widerspenstigen abzielen und das wäre dann das digitale Freiluftgefängnis und die Reichsacht wäre dann jederzeit gegen jeden möglich und ohne Chance, diesem Zustand zu entkommen.

  3. Um den Bürgern die neue EZB-Digitalwährung schmackhaft zu machen, denkt die Zentralbank gemäß dem Arbeitspapier Nr. 2351 aus dem Januar 2020 über die Einrichtung von Konten zur Verwahrung der CBDCs direkt bei der EZB nach. Zunächst soll das maximale Einlagevolumen auf das durchschnittliche Monatseinkommen von ca. 3.000 Euro pro Bürger limitiert werden. https://incamas.blogspot.com/2020/09/ezb-cbdc-central-bank-digital-currency.html

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