Die neue Biden-Administration bleibt in wichtigen Aspekten ein Rätsel

Derzeit wird viel darüber spekuliert, ob die neue Biden-Administration, die durch die Ablehnung des texanischen Antrags auf Anfechtung des Ergebnisses der jüngsten Präsidentschaftswahlen durch den Obersten Gerichtshof bestätigt wurde, zu einer Verbesserung der Beziehungen der USA sowohl zu Russland als auch zu China führen wird oder nicht.

Meiner Ansicht nach sind solche Spekulationen fehl am Platze. Es gibt eine Reihe von Gründen, die für diese Ansicht sprechen. Der erste ist der Inhalt des Teams, das die neue Biden-Administration zusammenstellt. Es wird mit Leuten wiederholt, die Biden vertraut waren, ja mit ihm befreundet waren, als er Vizepräsident in der Regierung von Barack Obama war. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass einer von ihnen seine Ansichten in den vier Jahren, in denen die Demokraten nicht an der Macht waren, geändert hat. Man müsste lange und intensiv – und meiner Meinung nach vergeblich – nach einer einzigen Person suchen, die irgendeine Geschichte von Sympathie oder Empathie gegenüber Russland oder China hat.

Die Russen erkennen die Realität durchaus an. Die jüngsten Reden sowohl von Präsident Putin als auch von Außenminister Lawrow signalisieren, dass die russische Geduld mit den Vereinigten Staaten endgültig erschöpft ist. Es sollte nicht vergessen werden, dass es die Demokratische Partei war, die die Anti-Russland-Kampagne während der gesamten Trump-Präsidentschaft angeführt hat.

Während Biden selbst in dieser Kampagne nicht viel zu sagen hatte, hat er sich auch nie gegen sie ausgesprochen. Es muss daran erinnert werden, dass Biden im Zentrum des ukrainischen Putsches im Jahr 2014 stand und seine Verbindungen zu diesem Land seither stark geblieben sind. In letzter Zeit gab es viel Publicity über das Verhalten seines Sohnes, der ein beträchtliches Einkommen aus ukrainischen Quellen genossen hat, dafür dass er sehr wenig zu tun hatte. Aber dieses „Sweetheart“-Arrangement ist eher als ein Gefallen für seinen Vater zu sehen, als für den Sohn.

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Seitdem die Krim mit überwältigender Mehrheit für den Wiederanschluss an Russland gestimmt hat, haben die westlichen Medien diese Ereignisse systematisch fehlinterpretiert. Die Tatsache, dass westliche Nationen vor mehr als 170 Jahren im Krimkrieg gegen Russland kämpften, fehlt in der westlichen Berichterstattung über die Krim ebenso wie die Umstände ihrer Übergabe an die Ukraine durch den sowjetischen Führer Chruschtschow in den 1950er Jahren, zu einer Zeit, als nationale Grenzen in der Sowjetära weniger wichtig waren.

Es gibt auch ein beträchtliches Maß an Heuchelei in der westlichen Haltung, die dazu neigt, ihr Verhalten und ihre Haltung bei der konstruierten Entfernung des Kosovo aus der Zugehörigkeit zu Serbien völlig zu übersehen oder alternativ zu unterscheiden.

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Eine Analyse von James O’Neill

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8 Kommentare

  1. Anscheinend kann man Präsident mit oder ohne Betrügerei werden, wenn man die richtigen Unterstützer hat und deshalb sollte man abwarten was noch geschieht, denn möglich ist so manches, weil auch Interessen dahinter stehen, die dem Betrachter in der Regel verborgen bleiben.

    Sollte der Neue entgültig bestätigt werden, wird die alte Politik der Demokraten fortgesetzt und die Welt wird wieder unsicherer, weil die Demokraten schon seit Jahrzehnten durch mächtige Kräfte dominiert werden und die haben ja nicht dafür gekämpft, weil sie Donald nicht mochten, sondern weil er ihre Pläne durchkreuzt hat und sie 4 Jahre zurück geworfen wurden, in ihren Bemühungen der Globalisierung und Transformation, die ja in Davos jährlich ihren Ausdruck findetund doch ein offenes Geheimnis darstellt.

    Trump handelt noch im Sinne konservativer Denkstrukturen, deshalb ja auch sein Wahlspruch, America first, und allein diese Aussage ist diesen Typen schon ein Balken im Auge, denn sie versuchen die Welt über universelle Entscheidungen zu retten um sich natürlich auch dabei weiter zu bereichern, während Trump Grenzen sieht und darüber läßt sich trefflich streiten, wer nun recht hat.

    Das Problem der Globalisten ist die Tatsache, daß auch sie irgendwann mal das Ende der Fahnenstange erreichen, was man ja schon am Umfang unseres Planeten sehen kann und der alte Traum einer zentral gesteuerten Weltregierung ist kommunistischer Natur und wo dieses System stets gelandet ist hat man ja in China und Rußland gesehen und darum ist auch die Vorstellung von Trump nicht von der Hand zu weisen, obwohl niemand weiß, wie es eigentlich zukünftig weitergeht, weil die ganzen Imponderabilien, die uns täglich erreichen können, jede Planung zunichte machen kann und rote Träume sind in der Regel sehr gefährlich, weil sie die Realität übertünchen und das zu Verwerfungen führen kann, ob groß oder klein, das spielt dann keine Rolle, wer in den Bach reingefallen ist muß eben wieder heraus kommen oder er geht unter.

    1. Im Großen und Ganzen spielt es ohnehin keine große Rolle, wer im Weißen Haus sitzt, so lange man nicht auch im Kongress genügend Gefolgsleute hat. Aber sowohl Republikaner als auch Demokraten sind von der „Kriegspartei“ durchsetzt.

  2. Alle spektakulären Ereignisse fanden immer unter US demokratischer Regentschaft statt.

    Ob es der Eintritt der USA zum WK1 , WK2 war…… bis zu der Inszenierung 911 oder die Orchestrierung des Maidan —— immer stellten in den USA zu diesen Zeiten die Demokraten den Präsidenten.

    Folgt man nun den „Gesetzen der Serie“, darf man mit Biden wieder auf einen neuen Tiefpunkt in der Geschichte für die Menschheit rechnen.

    1. Kleine Anmerkung.
      George W. Bush wurde in seiner ersten Amtszeit, am 20. Januar 2001 vereidigt.
      Unter ihm wurde, nach 9/11 2001, der „Krieg gegen den Terror“ inszeniert.

      1. Wie lange schätzt du u.a. die Vorlaufzeit zur unauffälligen Anbringung der vielen Schneidladungen ?
        Bevor ein „Theaterstück“ aufgeführt wird, muss es geschrieben und geplant werden, danach kommt die Uraufführung.
        Also 911 passte den Demokraten, als auch den Republikanern genau in den Kram.

  3. Die Rolle eines US-Präsidenten wird maßlos überschätzt und Spekulationen über deren politische Zielrichtung sind wenig erhellend. Trumps Präsidentschaft hat eines eindrucksvoll gezeigt, nämlich wie wenig jemand in seinem Amt bewirken kann, solange alle maßgeblichen Strukturen des Landes, allen voran die Medien, die Geheimdienste, die Justiz und die Ministerialverwaltung von Marionetten einer bestens vernetzten Finanzelite besetzt sind. Präsidialdekrete erwecken da geradezu Mitleid, da sie einen letztlich hilflosen Versuch darstellen, gegen dieses Establishment aufzubegehren. Am wenigsten zählt dabei der Wählerwille, denn dieser kann bei den Wahlen nicht nur manipuliert werden, sondern auch ein Präsident, der es geschafft hat, sein Amt zu übernehmen, handelt nur auf Widerruf. Jederzeit kann ein von Medien und Geheimdiensten inszenierter Vorfall ein Amtsenthebungsverfahren begründen. Solange nicht die tatsächlich steuernden Akteure klar identifiziert sind, ein funktionierendes und vor allem breitenwirksames alternatives Mediennetz geschaffen ist und die Geheimdienste, die eigentlich dem Staat und dem Volk als Souverän dienen sollten, gründlich gesäubert sind, wird sich nichts ändern – zum Verderben der USA und letztlich der Welt.

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