Der Persische Golf im Visier der USA und Israels

Nach mehr als drei Jahren diplomatischer Spannungen und einer feindseligen Medienkampagne gegeneinander, scheinen sich Saudi-Arabien und Katar endlich entschlossen zu haben, ihre Beziehungen zu regeln. Politikwissenschaftler und Experten auf der ganzen Welt fragen sich nun, was die beiden Rivalen schließlich dazu bewogen hat, ihre Differenzen hinter sich zu lassen und eine Politik der Annäherung zu beginnen.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass im Juni 2017 Saudi-Arabien, Bahrain, Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate – gemeinhin bekannt als das „arabische Quartett“ – die diplomatischen Beziehungen zu Katar abbrachen und eine vollständige Blockade gegen das winzige Emirat am Persischen Golf verhängten. Diese Länder, angeführt von Riad, schlossen ihren Luftraum, ihre Land- und Seewege für katarische Flugzeuge, Autos und Schiffe, was Doha dazu veranlasste, den iranischen Luftraum zu nutzen. Kuwait, ein Land, das inmitten eines Streits zwischen seinen Nachbarn feststeckte, versuchte eifrig, die gegnerischen Seiten zu versöhnen, und sogar der „große Friedensstifter des Persischen Golfs“ – der inzwischen verstorbene Scheich Sabah Al-Ahmad Al-Jaber Al Sabah – schaltete sich in den Fall ein, aber vergeblich.

Am Ende scheinen die kuwaitischen Vermittlungsbemühungen jedoch Früchte getragen zu haben. Der kuwaitische Außenminister Scheich Ahmed Nasser Al-Mohammad Al Sabah meldete sich im kuwaitischen Staatsfernsehen zu Wort, um eine Erklärung zur Spaltung zwischen Katar und dem arabischen Quartett zu verlesen: „Kürzlich haben fruchtbare Gespräche stattgefunden. Alle Parteien bekundeten ihr Interesse an Einheit und Stabilität am Persischen Golf und in den arabischen Ländern sowie an einer endgültigen Vereinbarung, die eine dauerhafte Solidarität gewährleistet“.

Katar und Saudi-Arabien begrüßten die Bemühungen Kuwaits, während Bahrain, Ägypten und die VAE, die das Emirat zusammen mit den Saudis boykottierten, schweigen. Einige Nachrichtenberichte legen nahe, dass Riad unter dem Druck der USA die Reihen dieser Verbündeten zur Normalisierung der Beziehungen zu Katar durchbrochen hat. Bahrain, Ägypten und die VAE sind nicht Mitglied des Normalisierungsabkommens, das die Saudis mit Katar unterzeichnen wollen. Einige arabische Medien berichteten, die Normalisierung würde mit einem bilateralen Abkommen zwischen Riad und Doha beginnen, gefolgt von Manama und Kairo. Die Haltung der VAE ist noch unklar, auch wenn sie sich in dieser Frage eher zurückhaltend im Fahrwasser Saudi-Arabiens bewegen.

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Der stellvertretende Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani drückte den katarischen Optimismus in Bezug auf die Lösung der Krise am Persischen Golf aus und fügte hinzu, dass das Emirat jeder Initiative, die Frieden in die Region bringt, sehr positiv gegenübersteht. Darüber hinaus zeigte sich auch Saudi-Arabien optimistisch, dass die dreijährige Krise bald gelöst sein wird. Der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan sagte auf einer Konferenz des Internationalen Instituts für Sicherheitsstudien in Manama, Bahrain, dass bei der Lösung der Krise, die 2017 begann, „bedeutende Fortschritte“ gemacht wurden.

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Eine Analyse von Viktor Mikhin

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