USA: Die „blaue Welle“ bleibt aus

Biden muss nur einen der noch in Sachen Wahlausgang offenen Bundesstaaten gewinnen, dann löst er Trump ab – doch die „blaue Welle“ bei den Kongresswahlen bleibt aus.

Von Marco Maier

Die US-Präsidentenwahl ist noch nicht geschlagen. In Pennsylvania, North Carolina, Georgia, Nevada und Alaska werden noch die Briefwahlstimmen ausgezählt. Zwar liegt Trump überall bis auf Nevada – welches die benötigten 6 Wahlmänner bringen könnte – noch vorne, doch das kann sich noch ändern.

Joe Biden, der derzeit mit 264 Wahlmännern nur 6 von seinem Sieg über Amtsinhaber Donald Trump enfernt liegt, setzt seine Hoffnungen nun auf die Briefwähler. Er braucht nur einen Bundesstaat zu gewinnen, dann hat er es geschafft. Angesichts dessen, dass deutlich mehr Demokraten als Republikaner per Briefwahl abstimmten, hat er durchaus reelle Chancen das Blatt zu seinen Gunsten zu wenden.

Alaska dürfte in Trump-Hand bleiben, doch in Georgia (mit 16 Wahlmännern) ist es äußerst knapp. 97 Prozent der Stimmen wurden bereits ausgezählt, wovon 2,41 (49,9 Prozent) Millionen für Trump und 2,36 Millionen (48,8 Prozent) für Biden stimmten. Die Chancen für Biden sind zwar sehr gering, doch nicht unmöglich.

In North Carolina (15 Wahlmänner) wurden bereits 94 Prozent der Stimmen ausgezählt. Trump erhielt dort bislang 2,73 Millionen Stimmen (50,1 Prozent) und Biden 2,66 Millionen Stimmen (48,7 Prozent). Auch hier liegen die Karten für Trump noch besser.

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Kritischer ist die Lage in Pennsylvania (20 Wahlmänner). Dort wurden bislang nur 89 Prozent der Stimmen ausgezählt. Trump führt zwar mit 3,18 Millionen Stimmen (51,3 Prozent) gegenüber Biden mit 2,95 Millionen Stimmen (47,6 Prozent) deutlich stärker als in Georgia oder North Carolina, doch die rund 760.000 ausstehenden Wahlkarten könnten noch eine deutliche Verschiebung bringen.

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Doch was selbst bei einem Sieg Bidens deutlich wird: es gibt in den Vereinigten Staaten keine „blaue Welle“. Zwar können die Demokraten ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus halten, doch an eine Ausweitung ist nicht zu denken. Im Senat dürften die Republikaner ihre Mehrheit behalten, was die Möglichkeiten eines Präsidenten Biden massiv einschränken würde.

Indessen gehen bereits wie schon bei der letzten Wahl Spekulationen wegen Wahlbetrug um – insbesondere wegen den Briefwahlstimmen, bei denen es leichter fällt zu manipulieren. Andererseits sagte bereits Lenin, dass es unwichtig ist wie die Menschen wählen – wichtiger sei es, was als Ergebnis ausgezählt wird.

Allerdings zeigt es sich wieder einmal, dass die Meinungsforschungsinstitute die Unterstützung der Wähler für Donald Trump deutlich unterschätzt und jene für Joe Biden deutlich überschätzt haben. Selbst wenn der Demokrat nun doch ins Weiße Haus einziehen sollte.

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3 Kommentare

  1. Wer hat die schwindelanfällige Briefwahl geschaffen und wer läßt die heute noch warum zu?? Geht man wahrscheinlich so vor: ihr kriegt 2kg Stimmzettel und wir wollen dafür 11/2 kg Stimmzettel mit dem oder dem anderen Kandidaten. Kann man kaum beweisen ohne zu klagen. Money deckt alles gut zu. Kann man sich dann bei den Eingekauften, wenn viel schief geht bedanken.?? Gehören die dann saftig bestraft. Hoffe, daß DT weiß wie er vorgehen muß, um Kriege überall, Wirtschaftskrise in den USA und die ewige Wanderaktionen zu verhindern. Ist er noch jung genug für den Job, hat Erfahrung und läßt sich nicht die Haare vom Kopf fressen, steht gut und sicher auf dem Boden. Strahlt Tatkraft und Mut aus. Pflegeleicht ist er nicht.

  2. In Frankreich ist die Briefwahl verboten, ja warum wohl? Weil es die „demokratischste“ Sauerei auf Erden und eine Offenbarung dieser Politik ist. Demokratie ist die Vorstufe zur Versklavung und ein hintervötziges Wortspiel der Machthaber. Ähnlich im Bunteltag,die sogenannten Diäten. Laut Duden und Wortsinn müßten die Politdarsteller nach den jahrelangen „Diäten“ ehrenamtlich schauspielen und später noch zuzahlen.

    1. Sind nicht nur Briefwahlstimmen…..Ist das immer? ein deal with the devil…………Hört man immer vor Wahlen, Wahl abwarten, wird schon…………Möchte mich bei den Mitmachern beim Wahlunfug bedanken. Tragen die die Verantwortung. Hoffentlich trifft die auch ein Teil der Auswirkungen des Wahlergebnisses. Ob da dann noch money alles neutralisieren kann?! Gewissen?………ist das nichts zum Essen…… Möge das Nichtgute die Richtigen treffen.!!…….. Krieg gegen Unschuldige!………..

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