US-Armee feuert Raketen, die die Krim treffen können, ins Schwarze Meer

Washington setzt offenbar weiterhin auf einen scharfen Konfrontationskurs gegen Moskau. Der Einsatz von Raketen von Rumänien aus in das Schwarze Meer gehört dazu.

Von Redaktion

Ein Raketentest der US-Armee in Osteuropa im Zusammenhang mit den NATO-Übungen in Rumänien hat angesichts der Nähe seiner Grenze zu Russland zu Spannungen geführt.

Die USA haben in dieser Woche Raketentests mit HIMARS-Fahrzeugen (M142 High Mobility Artillery Rocket) durchgeführt, die aus Deutschland überführt worden waren.

Der Raketentest war nahe genug an Russland, damit das russische Verteidigungsministerium das, was in russischen Medien als „hochentwickelte Hardware“ bezeichnet wurde, auf der Krim-Halbinsel einsetzte, falls dies zur Neutralisierung eines „Überraschungsraketenangriffs“ erforderlich sein sollte.

Für Forbes war es auch provokativ genug, die Manöver auf folgende Weise zu erklären:

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Die US-Armee schleuste am Donnerstag in der Nähe des russischen Außenpostens am Schwarzen Meer ein Paar Langstreckenraketenwerfer ein, feuerte ein paar Raketen ab und eilte die Werfer dann zurück in die Sicherheit ihrer Basis in Deutschland. Alles innerhalb weniger Stunden.

Der eintägige Einsatz der neuen in Europa stationierten Artilleriebrigade des Heeres war eine Übung für High-Tech-Kriegsführung. Sie war eindeutig auch eine Botschaft an Moskau. Die US-Armee in Europa hat ihre Langstrecken-Feuerkraft wiederhergestellt. Und sie will, dass die Russen das wissen.

Laut russischen Medienberichten waren über 130 NATO-Soldaten und 30 Einheiten militärischer Ausrüstung beteiligt. Die Raketensalven sollen ins Schwarze Meer gefeuert worden sein.

Und weiter heißt es bei Forbes: „Die rasche Entsendung der [US-]Brigade nach Rumänien in der vergangenen Woche könnte sich als noch provozierender erweisen. Vor allem angesichts der neuen Munition, die die Armee für die HIMARS und MLRS entwickelt. Dazu gehören eine Anti-Schiffsrakete und ein Ersatz für ATACMS, der bis zu 310 Meilen weit fliegen kann“.

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„Es sind nur 250 Meilen durch das Schwarze Meer von der rumänischen Küste bis zur Krim. Armee-HIMARS, die in Rumänien ein- und ausfliegen, stellen eine ernste und unvorhersehbare Bedrohung für die russischen Streitkräfte in der Region dar“, unterstreicht der Bericht weiter.

All dies deutet darauf hin, dass die Pattsituation sowohl bei der Ukraine als auch bei der Rückkehrt der Krim nach Russland im Jahr 2014 (die nach einem Volksreferendum erfolgte) noch lange nicht überwunden ist. Darüber hinaus hat Russland die NATO lange Zeit dafür angeprangert, dass sie bis an ihre Grenze vordringt und damit gegen wichtige Vereinbarungen aus den 1990er Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verstößt.

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