Trump-Administration bereitet „Flut“ von Iran-Sanktionen vor

Um es einer potentiellen Biden-Administration schwer zu machen, bereitet die Mannschaft von Präsident Trump eine Reihe von Sanktionen gegen den Iran vor.

Von Redaktion

Die Trump-Administration plant, den Iranern vor dem 20. Januar – dem Tag, an dem Joe Biden in sein Amt eingeführt werden und das Weiße Haus übernehmen würde – alles entgegenzusetzen, was sie kann.

Laut Axios bereitet Pompeo eine „Flut“ von Sanktionen vor, um sicherzustellen, dass die Biden-Administration noch viele weitere Hürden zu überwinden hätte, wenn sie hofft, den unter Obama ausgehandelten Atomdeal 2015 wiederherzustellen, wie Biden zuvor während der Kampagne geschworen hatte.

Eine namenlose israelische Quelle, die in Diskussionen bezüglich der Vereinigten Staaten und des Irans eingeweiht ist, beneidet Elliott Abrams, den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und den nationalen Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat, sagte Axios‘ Barak Ravid: „Das Ziel ist es, bis zum 20. Januar so viele Sanktionen wie möglich gegen den Iran zu verhängen“.

Das Detail, das die Führer in Teheran sicherlich am meisten erzürnen wird, ist, dass die Sanktionen gegen das Programm der Islamischen Republik für ballistische Raketen „in Abstimmung mit Israel und mehreren Golfstaaten“ erfolgen werden – ein Ergebnis der jüngsten Friedensabkommen zwischen Israel und den Mitgliedstaaten der Arabischen Liga, von denen das wichtigste mit den VAE geschlossen wurde.

Loading...

Die US-Regierung hat Berichten zufolge eine „Zielbank“ weiterer zu sanktionierender Einheiten vorbereitet, nachdem bereits weitreichende Sanktionen gegen alles vom Auto- über den Luftfahrt- bis hin zum Energie- und Bankensektor verhängt wurden.

Anstatt die nuklearen Entwicklungskapazitäten des Iran direkt ins Visier zu nehmen, was für eine künftige Biden-Administration vermutlich leichter abzuschälen sein wird, wird sich die neue Sanktions-„Flut“ auf die Produktion und die Fähigkeiten des Iran im Bereich der ballistischen Raketen konzentrieren.

Lesen Sie auch:  "Asiatische NATO" will erstes Treffen ihrer Führer abhalten, um "chinesische Bedrohung" zu diskutieren

Im vergangenen Monat verlor das Trump White House seinen Versuch bei den Vereinten Nationen, ein langjähriges konventionelles Waffenembargo gegen den Iran zu verlängern, das am 18. Oktober auslief und es der Islamischen Republik nun erlaubt, Waffen zu kaufen und zu verkaufen, ohne das Völkerrecht zu verletzen.

Allerdings dürfte Teheran ohnehin nicht an neuen Verhandlungen über den Nukleardeal mit Washington interessiert sein. Nicht einmal unter einer Biden-Administration. Denn schon der nächste Präsident könnte – wie zuvor Trump – die ausgehandelten Verträge wieder für Null und Nichtig erklären.

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.