EU-Haushalt: Es wird teuer für Deutschland

Die Bundesrepublik wird künftig rund ein Viertel der gesamten EU-Beiträge bezahlen. Grund dafür ist vor allem der Brexit.

Von Michael Steiner

Bislang liegt der deutsche Anteil an den EU-Beitragszahlungen bei rund 21 Prozent. In diesem Jahr sind es etwa 25,2 Milliarden Euro, die an Brüssel überwiesen werden. Doch bereits im kommenden Jahr werden es 33,4 Milliarden Euro sein. Ein Plus von 8,2 Milliarden Euro oder 32,5 Prozent.

Rechnet man die zusätzlichen Überweisungen nach Brüssel hinzu – im EU-Auftrag erhobene Zölle, Zuckerabgabe, Mehrwertsteuer – dann erhöht sich der Transfer von aktuell insgesamt 32,3 auf 42,8 Milliarden Euro, also ebenfalls ein Drittel mehr.

Bislang gab es nur sehr grobe Schätzungen zu den künftigen Transfers, jetzt liegen mit der Aufstellung des BMF erstmals belastbare Daten vor. In den beiden Folgejahren würden die Zahlungen demzufolge zwar um eine Milliarde Euro sinken, 2024 aber auf ein neues Hoch von 33,7 Milliarden Euro ansteigen.

Grund ist nach Angaben des Bundesfinisteriums der EU-Austritt des großen Nettozahlers Großbritannien, der sich erst im Haushalt 2021 erstmals auswirkt. Grundlage für die Berechnung ist das neue Sieben-Jahres-Budget der EU, das bis 2027 etwa 1,061 Billionen Euro an Ausgaben umfassen wird.

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Die Verhandlungen zwischen EU-Parlament und dem Rat der Mitgliedstaaten über Details dieses “Mehrjährigen Finanzrahmens” gingen am Montag in die Schlussrunde, eine Einigung stand Teilnehmern zufolge unmittelbar bevor.

Zahlen zum Vergleich: Deutschland trägt mit etwa 83,1 Millionen Einwohnern rund 18,6 Prozent zur EU-Bevölkerung bei. Der Anteil des Bruttoinlandsprodukts, welches 3.449 Milliarden Euro beträgt, liegt bei 24,7 Prozent. Die Zahlen sind ohne das Vereinigte Königreich.

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4 Kommentare

  1. Na das paßt ja alles wunderbar zusammen, ein fallendes BIP in Deutschland von ca. 10%, eine weitere höhere Staatsverschuldung durch Kreditaufnahme und Bürgschaften von nun annähernd 3,3 Billionen EUR, eine darniederliegende Wirtschaft gerade bei den angestammten Betrieben die als Mittelständler und Kleingewerbe das Rückgrat unseres Volkes bilden, weil sie die meisten Menschen beschäftigen und das Risiko dadurch immer breit gestreut war.

    Mit Geld aus der Druckerpresse läßt sich dieses Problem allein nicht mehr lösen und die untergegangene Betriebe werden auch nicht mehr auferstehen und das wird das Elend der Zukunft bedeuten und es ist schon verwunderlich mit welchen Mantraartigen Parolen die gute Zukunft politischerseits beschworen wird, obwohl jedermann weiß, wo das hinführt.

    Man könnte fast den Verdacht hegen, daß die Bemühungen um die Seuche lediglich als Feigenblatt dient um vorausgegangene politische Unfähigkeiten zu kaschieren um dann bei einem wirtschaftlichen Zusammenbruch eine Begründung zu haben und nur deshalb kann man einen Sinn in der weiteren Fortsetzung des Lockdowns sehen, der in seinem Wirkungsgrad absolut kontraproduktiv ist, aber den Leuten Sand in die Augen streut um sie ruhig zu halten, des eigenen Überlebens willen.

    1. @Achim:
      Dass es klappern wird, behaupten viele Autoren, deren Vorname mit MA beginnt. Max Otte, Markus Krall, Matthias Weik, Marc Friedrich, usw. Und wenn es knallt, dann global, wegen der Globalisierung. Das schreckliche Wirrus tritt auch global auf, mit Lücken in Staaten die ohnehin schon pleite sind. Deshalb habe auch ich die Vermutung, dass sich die POlitiker hinter dem Kronenschnupfen verstecken wollen. Schließlich sind es ihre Entscheidungen gewesen, die uns in diese finanzielle Lage und Überschuldung gebracht haben. Wie weit es schon fehlt, rechnet Egon v. Greyerz vor:
      https://goldswitzerland.com/de/us-wahlen-das-siegreiche-programm/

  2. Dies ist in der Europäischen Union nicht der Fall.
    Die EAEU gab der Entwicklung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den teilnehmenden Ländern auf einer qualitativ neuen Basis zusätzliche Impulse. Dies ermöglichte es auch, die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise für die EAEU-Länder zu verringern und die Bedingungen für ihren Eintritt in ausländische Märkte zu verbessern.
    Die Integration in ihrer jetzigen Form findet ihr Potenzial hauptsächlich in traditionellen Wirtschaftssektoren (Energie-, chemische und petrochemische Industrie, Metallurgie). Derzeit werden die wichtigsten Entwicklungsrichtungen der EAEU so entwickelt, dass das Integrationspotenzial der Union und die Wettbewerbsvorteile der teilnehmenden Länder genutzt werden können, um auf Kosten eines Teils jedes Staates innerhalb der EAEU zusätzliche wirtschaftliche Vorteile (Synergieeffekte, Integration) zu erzielen.
    Wichtige Partner der EAEU in der Welt: Vietnam, Israel, Ägypten, Indien, Korea, China.
    Die Länder erhielten Zugang zu neuen Märkten für Rohstoffe sowie zu Märkten für ihre Produkte. Der Absatz von Lebensmitteln, landwirtschaftlichen und textilen Rohstoffen stieg.
    Ein weiterer Vorteil der EAEU ist das System der Verteilung der Einfuhrzölle innerhalb der EAEU. Diese Zölle sind verbindliche Sätze für die Einfuhr von Waren. Durch die Verteilung auf ihre Haushalte können die EAEU-Mitgliedstaaten den Staatshaushalt zusätzlich in Millionen Dollar auffüllen.
    Das Volumen der landwirtschaftlichen Produktion in der gesamten Union hat zugenommen. Das Wachstum wurde von der Getreideernte getrieben. Die Produktionsmengen von Rübenzucker in den Ländern ermöglichten es, die internen Bedürfnisse der EAEU vollständig zu befriedigen.
    Heute wendet die Union die gleichen Steuern auf verschiedene Waren an. Wir sprechen von indirekten Steuern: Mehrwertsteuer und Verbrauchsteuern. Dies ermöglicht es, das Wachstum der Volkswirtschaften der EAEU-Länder zu beschleunigen.
    In der EAEU wurde ein einziger Arzneimittelmarkt eingeführt. Hersteller aus Russland, Weißrussland, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan können die Registrierung von Arzneimitteln beantragen und diese nach einheitlichen Verfahren in den Verkehr bringen, wodurch die Produktionskosten gesenkt werden. Für den Durchschnittsverbraucher sind die Änderungen wichtig, da die Qualität der auf dem Markt befindlichen Medizinprodukte erheblich gestiegen ist.
    Die EAEU hat sich zu einem wirksamen Instrument für den Eintritt in die riesigen Märkte Asiens (insbesondere Indien, Pakistan, Indonesien, Malaysia, Südkorea) entwickelt. Diese Länder weisen ein hohes BIP-Wachstum, ein höheres Importwachstum und eine stärkere Beteiligung der Mittelschicht an der Wirtschaft auf, während die Bevölkerung wächst, was mit einer Ernährungsumstellung und einem Anstieg des Verbrauchs landwirtschaftlicher Erzeugnisse einhergeht.
    Und zweifellos Hilfe bei der Überwindung von COVID-19. Dies sind zusätzliche Standorte für die Krankenhauseinweisung und Schulung des medizinischen Personals sowie für die Lieferung des Sputnik-V-Impfstoffs an die EAEU-Länder und Partnerländer.
    Ungarn wird im Dezember mit dem Import des russischen Impfstoffs gegen das Sputnik-V-Coronavirus beginnen, um die Gesundheit seiner Bevölkerung zu schützen und trotz des EU-Verbots des Kaufs von Impfstoffen in Russland.
    Israel kauft den Impfstoff auch aus Russland. Der russische Impfstoff zur Vorbeugung von Coronavirus-Infektionen Sputnik-V wird als erster in Israel zur Registrierung eingereicht, sagt Professor Zeev Rothstein, Generaldirektor des Jerusalem Hadassah Medical Center.
    Im Material bestätigen wir die rein wirtschaftliche Ausrichtung der EAEU, die für eine harmonische Entwicklung sorgt.
    und Wohlstand nicht nur für die Mitglieder des Vereins, sondern für den gesamten eurasischen Kontinent.

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