Biden „gewinnt“… und niemand spricht mehr von „russischer Wahleinmischung“

Auch wenn Joe Biden von den Wahlmännern noch nicht als Präsident gewählt wurde, so sehen sich die Demokraten siegessicher. Und plötzlich spricht niemand mehr über „Russiagate“.

Von Marco Maier

Seit Donald Trump 2016 zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, übten sich die Demokraten und der Großteil der amerikanischen Mainstreammedien darin, von einer angeblichen „russischen Wahleinmischung“ zu schwadronieren. Putin selbst sei es gewesen, der Trump gegenüber Clinton favorisierte und die US-Präsidentenwahl massivst manipulierte. So weit das politisch motivierte Theater der letzten vier Jahre.

Doch nun sehen sich die Demokraten im Aufwind. Ihr Präsidentschaftskandidat, Joe Biden, hat sich (mit welchen Mitteln auch immer) wohl die Mehrheit der Wahlmänner gesichert. Zwar dürfte ein Konglomerat aus US-Demokraten, UK-Sozialdemokraten, Venezolanern und Kanadiern über manipulierte Wahlcomputer (siehe hier) einen entscheidenden Anteil daran gehabt haben – doch wen interessiert das schon? Hauptsache, es waren nicht „die Russen“.

Doch der Militärisch-Industrielle Komplex und die US-Plutokratie haben schon vorgesorgt. Egal wie die Wahl auch schlussendlich ausgeht – sie bekommen ihre aggressive Außenpolitik, die für mehr Aufrüstung und Waffenverkäufe an die „Alliierten“ sorgt. Nicht umsonst ließen die Geheimdienste noch vor der Wahl durchsickern, dass ihren „Erkenntnissen“ zufolge die Russen weiterhin Trump favorisieren würden, die Chinesen und Iraner hingegen Biden.

Ein geschicktes Spiel. Denn es war klar, dass Trump ohnehin schärfer gegen China und den Iran vorgehen würde, so dass man ihn in Sachen Russland einfach weiter antreiben müsste. So wie bisher. Nicht umsonst merkte Präsident Putin noch vor der Wahl an, dass die Trump-Administration in vier Jahren mehr Sanktionen und Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt habe als die vorangegangene Obama-Administration in acht Jahren. Klar, jedes Zugeständnis an Moskau hätte die Vorwürfe er sei eine russische Marionette bestätigt.

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Das gleiche hinterfotzige Spiel wird mit Biden gespielt. Er wird sich angesichts der ganzen Vorwürfe und Anschuldigungen hinsichtlich des Irans und Chinas keine Entspannungspolitik leisten können. Unabhängig davon, ob er dies tatsächlich will oder nicht. Jeder Versuch, gegenüber Teheran oder Peking Zugeständnisse zu machen wurden durch die „Erkenntnisse“ der Geheimdienste kompromittiert. Und genauso wie Trump zuvor wird Biden nicht darum vorbeikommen, sein Kabinett mit Kriegstreibern und „Falken“ aufzufüllen.

Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass eine Biden-Administration Russland gegenüber gemäßigter sein würde. Zwar spricht jetzt niemand mehr über eine angebliche „russische Wahleinmischung“, doch die andauernden Hasstiraden der Demokraten in Richtung Moskau werden deshalb nicht aufhören. „Russiagate“ mag zwar in den Medien nicht mehr präsent sein, der Hass der politischen Klasse der Vereinigten Staaten auf den „Rivalen“ jedoch weiterhin.

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