Wird der militärisch-industrielle Komplex der USA den Nahen Osten retten?

Während des jüngsten sogenannten „strategischen Dialogs“ mit dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan al Saud sagte der US-Außenminister, dass „der militärisch-industrielle Komplex der USA den Nahen Osten retten wird“. Angesichts der besonderen Betonung, die in Washington auf die Lieferung amerikanischer Waffen in die Nahost-Region gelegt wurde, spricht die von Mike Pompeo angedeutete Position von seiner „strategischen“ Rolle.

Ja, die Vereinigten Staaten haben einen sehr zweifelhaften Ruf als weltweit führend im Waffenhandel, was wiederholt den direkten Zusammenhang zwischen Waffenlieferungen und der Intensität von Konflikten bestätigt hat und wie Waffenexporte den politischen Interessen der amerikanischen Elite dienen können. Daher hält das Argument Washingtons, der Waffentransfer an US-Verbündete sei ein Element der „Stabilität“, nicht der Kritik stand.

Das Volumen der weltweiten Waffenverkäufe im Zeitraum 2015-2019 ist im Vergleich zum vorhergehenden Fünfjahreszeitraum um 5,5 Prozent gestiegen, wobei das auffälligste Wachstum in den Vereinigten Staaten zu verzeichnen war, wie aus dem Jahresbericht des Internationalen Friedensforschungsinstituts Stockholm (SIPRI) hervorgeht. Laut SIPRI entfallen inzwischen fast 50 Prozent aller Waffenimporte der Nahostländer auf die Vereinigten Staaten. Die größten Importeure von Waffen dieses Instituts sind Länder des Nahen Ostens wie Saudi-Arabien, Ägypten, Israel, Katar und Irak. Das Volumen der Waffenlieferungen in den Nahen Osten ist im Zeitraum 2014-2019 um fast 20 Prozent gestiegen.

Unter diesen Importeuren im Nahen Osten hebt das Institut die in jüngster Zeit gestiegenen Waffenimporte Ägyptens hervor, die sich zwischen 2010 und 2019 verdreifacht haben und das Land damit zum drittgrößten Waffenimporteur der Welt gemacht haben.

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Eine Analyse von Valery Kulikov

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Ein Kommentar

  1. Wenn die Panzer Fuhrpark auf dem Titelbild alles Bulldozer wären, könnten die Ägypter Israels Wasserprobleme beheben, indem sie für das Tote Meer einen Kanal zum Mittelmeer buddeln.
    Denn was Kaiser Wilhelm vor mehr als 100 Jahren mit dem NOK geschafft hat, sollte technisch heute doch ein Klacks sein, denn der ist immerhin 30 km länger.

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