Washington will Verteidigungsbereitschaft Taiwans erhöhen

Washington unterstützt die Aufrüstung Taiwans gegen eine mögliche Invasion durch die chinesische Volksbefreiungsarmee.

Von Redaktion

Tage, nachdem Chinas Volksbefreiungsarmee (PLA) groß angelegte gemeinsame amphibische Landeübungen an der chinesischen Küste durchgeführt hat, hat der nationale Sicherheitsberater von Präsident Trump am Freitag in einer Rede auf einer Veranstaltung des Aspen Institute provokative Erklärungen abgegeben.

Robert C. O’Brien, derzeit Assistent des Präsidenten für Nationale Sicherheitsangelegenheiten, forderte Taiwan auf, Strategien zur Abschreckung einer chinesischen amphibischen Landung zu verfolgen.

„Taiwan muss beginnen, einige asymmetrische und Anti-Zugangsverweigerungsstrategien für Gebiete zu prüfen“, um letztendlich eine Landinvasion abzuwenden, wenn die Zeit gekommen sei, erklärte O’Brien.

Die Kommentare eines so hochrangigen Trump-Beamten zeigen, dass das Weiße Haus Peking in der Taiwan-Frage schnell auf eine feindliche und kriegerische Basis zusteuert.

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„China hat nicht die militärische Stärke, um Taiwan jetzt zu übernehmen, könnte es aber vielleicht in 5 Jahren übernehmen“, fügte er in den provokativen Kommentaren hinzu, die in Peking sicherlich nicht unbemerkt bleiben werden.

Und weiter, auf Stephen Hadley, den ehemaligen nationalen Sicherheitsberater von George W. Bush, antworteted, sagte der nationale Sicherheitsberater O’Brien in Bezug auf China: „Ich glaube, was der Präsident mit den Zöllen gemacht hat, ist, dass er endlich die Chinesen aufgeweckt hat…“ und argumentierte, dass es der Trump-Administration gelungen sei, „alternative Versorgungslinien für seltene Erden einzurichten“ – ohne jedoch Einzelheiten darüber zu nennen, wie oder in welchem Umfang dies tatsächlich erreicht wurde.

Das Thema Taiwan im Verlauf der Diskussion des abgelegenen Aspen Institute begann mit den folgenden Bemerkungen O’Briens:

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„Sie tyrannisieren Taiwan, sie haben Hongkong in Beschlag genommen… sie haben Rechte auf das Südchinesische Meer geltend gemacht, als wäre es der Tahoesee oder so etwas.“

„Ich glaube nicht, dass die Chinesen zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht auf eine amphibische Landung vorbereitet sind oder sein wollen“… sie haben massive Raketen, aber wenn sie zuschlagen, „würden sie alles verlieren, was sie zu gewinnen hoffen, und zu einem massiven internationalen Paria werden“.

Die Kommentare kommen zur rechten Zeit, wenn man bedenkt, dass China Anfang dieser Woche massive amphibische Landeübungen eingeleitet hat, die eine „Botschaft“ an Taiwan senden sollen über das, was die staatliche Global Times als „zügellose Sezessionsbewegungen“ bezeichnet.

Es kommt auch dazu, dass Washington die militärischen Waffenverkäufe an die Insel erhöht, was von China wegen der Verletzung des Status quo der „Ein-China“-Politik wiederholt verurteilt wurde.

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Ein Kommentar

  1. Die Gelüste der Volksrepublik, Taiwan einzugliedern, sind aus deren Sicht verständlich, aber völkerrechtlich mehr als fragwürdig und schon garnicht, wenn sich die Taiwanesen nicht aus freien Stücken annähern.

    Demzufolge ist dieses Ansinnen mehr als gefährlich, vergleichbar mit den beiden Blöcken in Europa, die sich nach dem 2. Weltkrieg unversöhnlich gegenüber standen und jeder Angriff sofort in einer totalen Katastrophe geendet hätte.

    Im übrigen ist die Zuverlässigkeit Pekings gerade auch in der Hongkong-Frage nicht gerade ermunternd um lautere Absichten zu erwarten und deshalb wird es aller Voraussicht nach keinen Kompromiß geben und sollten sich die Festlandchinesen an Teilen Taiwans vergreifen, wird das unweigerlich zu einer gewaltigen Explosion kommen, denn die USA könnten das nicht zulassen und zwar aus zwei Gründen, zum ersten des Rechts wegen und zweitens des eigenen Images wegen, weil sonst das Vertrauen aller anderen asiatischen Staaten in sie verloren ginge und beides wäre unhaltbar.

    Die Führung in Peking rasselt in dieser Frage zwar bereits indirekt mit den Säbeln und wenn sie den fatalen Fehler machen, Taiwan anzugreifen, werden sie untergehen, denn sie haben nicht allzuviel Freunde und es wird sie dann mit geballter Macht treffen, so wie andere, die auch glaubten sich alles erlauben zu können, bis sich die Welt gemeinsam auf sie gestürzt hat.

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