Transatlantiker fürchen zweite Trump-Amtszeit

Die Transatlantiker in Deutschland hoffen auf einen Sieg Joe Bidens bei den US-Präsidentschaftswahlen. Ein Wahlsieg Trumps würde die NATO schwächen.

Von Michael Steiner

US-Präsident Donald Trump hat bei den Transatlantikern in Deutschland nicht viele Freunde. Dies zeigt auch die jüngste Äußerung des Transatlantik-Koordinators der Bundesregierung, Peter Beyer (CDU). Dieser rechnet it einer Zermürbungstaktik des Republikaners gegenüber der NATO.

„Die NATO würde auf einer Trump-II-Agenda wieder weit oben stehen. Da sollten wir uns auf eine noch härtere Gangart einstellen“, sagte Peter Beyer im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Zwar hält der CDU-Bundestagsabgeordnete „eine erklärte einseitige Kündigung der NATO-Mitgliedschaft für wenig wahrscheinlich“. Es könne aber „auf eine Art Zermürbung hinauslaufen, indem Washington die Allianz immer wieder mit neuen Forderungen zu Truppenverschiebung und -reduzierung konfrontiert und so versucht, die NATO nach eigenen Vorstellungen zu formen beziehungsweise zu verkleinern, was den US-Beitrag angeht“.

Beyer betonte in der „NOZ“ mit dem üblichen Aufbau von Feindbildern: „Für die Handlungsfähigkeit der NATO wäre eine zweite Amtszeit Trumps sicher mit Unwägbarkeiten verbunden. Nutznießer einer solchen Politik wären allen voran Russland und natürlich China.“

Mit Blick auf die deutschen, von US-Präsident Trump als zu niedrig gebrandmarkten Verteidigungsausgaben sagte der Transatlantik-Koordinator: „Deutschland muss in einer komplizierter und rauer werdenden Welt mehr Geld in die Bundeswehr investieren, damit wir schneller das Zwei-Prozent-Ziel der NATO erreichen.“ Nicht jede Kritik Trumps sei falsch, „nur weil sie von Trump kommt und überdeutlich vorgetragen wird“.

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