Online Zahlungsanbieter Klarna – das wertvollste europäische Fintech

Der schwedische Online-Zahlungsanbieter ist heute bereits mehr als 10 Milliarden Dollar wert. Damit handelt es sich um das zurzeit wertvollste europäische Fintech. Das Unternehmen bietet Kunden eine einfache und unkomplizierte Bezahlmöglichkeit für Waren und Dienstleistungen mit Anbindung an das eigene Bankkonto beim Bezahlvorgang.

Egal, ob beim Online Shopping von Electronics bei Media Markt, Möbel bei Ikea oder Sportutensilien bei Planet Sports oder beim Bestellen eines Abos von Bild Plus, Klarna ist bereits eines der meist genutzten Online-Payment-Methoden. Auch viele Wettbüros und Online Casinos wie Top-Anbieter bei https://mrcasinova.com/de/casino-zahlungsmethoden/google-pay/ bieten den Kunden Klarna als Zahlungsmöglichkeit an, um schnelle Ein- und Auszahlungen zu ermöglichen.

Wie funktioniert Klarna das Bezahlen mit Klarna eigentlich genau?

Die größten Vorteile von Klarna sind, dass Kunden keine Bankdaten bei den Online-Händlern oder Dienstleistern im Internet hinterlegen müssen und die Ware oder die Dienstleistungen beim Kauf auf Rechnung, das heißt mit Klarna Kundenschutz, tatsächlich erst bezahlt werden, wenn sie an den Kunden ausgeliefert beziehungsweise bei ihm angelangt sind.

Eine sofortige Bezahlung mit Anbindung an das Online Banking ähnlich wie früher bei Sofortüberweisung ist bei Klarna mit der Sofort-Zahlungsfunktion ebenfalls möglich. Klarna gibt dem Händler nach dem Bezahlvorgang eine Bestätigung, dass das Geld vom Bankkonto des Kunden eingehen wird, sodass dieser gewiss sein kann, dass er bei ordentlicher Vertragserfüllung auch sein Geld erhält.

Sobald ein Kunde sein gewünschtes Produkt in den Warenkorb gelegt hat, muss er zum Bezahlen zunächst Klarna als Zahlungsmethode auswählen. Anschließend muss die gewünschte Zahlungsart, also mit Kundenschutz oder Sofort-Zahlung ausgewählt werden. Bei einigen Händlern ist auch eine Lastschriftzahlung möglich. Zur besseren Übersicht, über die mit Klarna bezahlten Waren oder Dienstleistungen, können sich Kunden die Klarna App herunterladen. Diese gibt es hier: https://www.klarna.com/de/klarna-app/

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Beim Bezahlen mit Klarna Käuferschutz muss fehlerhafte, beschädigte oder nicht gelieferte Ware nicht bezahlt werden, sondern kann ganz einfach kostenfrei zurückgesandt werden. Dafür hat der Kunde 14 Tage Zeit. Egal welche Option gewählt wird, das Bezahlen mit Klarna ist für den Kunden in jedem Fall kostenlos.

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Sollten Probleme beim Bezahlen oder anderen Dingen auftreten, können sich Kunden 24/7 per Chat an den Kundenservice wenden. Kürzlich hat das Unternehmen angekündigt, dass zukünftig auch Google Pay verwendet werden kann.

Klarna Finanzierung

Wer möchte, kann Zahlungen mit Klarna auch in Raten tätigen. Die Raten können zwischen 3 und 24 Monaten individuell gewählt werden. Der Ratenkauf ist zwar praktisch, dafür jedoch vergleichsweise teuer. Klarna fordert hierfür eine Gebühr von 0,45 Euro monatlich. Der gebundene Sollzins beträgt fix 11,95 % jährlich.

Der effektive Zins wird mit 14,79 % jährlich berechnet. Die Zahlung auf Raten mit Klarna sollte also gut überlegt sein. Wer bereits negative Einträge in der Schufa hat, etwa nicht bezahlte Online Rechnungen aus der Vergangenheit, muss außerdem damit rechnen, dass Ratenkäufe mit Klarna nicht möglich sind.

Investoren reißen sich um die Anteile

Ein Börsengang von Klarna ist laut dem Gründerlaut dem Gründer Sebastian Siemiatkowski aktuell noch nicht geplant. Dennoch stehen die Investoren schon seit Jahren Schlange, um sich Anteile an dem Unternehmen zu sichern. Diese haben bereits mehr als 1,8 Milliarden Dollar in das Unternehmen gesteckt. Zu den Geldgebern gehören unter anderen der amerikanische Venture Capital Fonds Sequoia, das Private Equity Unternehmen Permira, die Modekette H&M, Rapper Snoop Dogg oder der internationale Investor Atomico: https://www.atomico.com/

Gerade erst vor kurzem wurde wieder eine neue Finanzierungsrunde über 550 Millionen Dollar abgeschlossen. Irgendwann, so viel ist klar, wird jedoch auch Klarna nicht um einen Börsengang herumkommen. Dafür ist der Einsatz der Investoren mittlerweile viel zu hoch. CEO und Gründer Siemiatkowski teilte hierzu mit, dass er sich bei einem Börsengang an Spotify orientieren will. Das Unternehmen soll erst an die Börse kommen, wenn sich das Geschäftsmodell als nachhaltig stabil erwiesen hat und der Erfolg weltweit unter Beweis gestellt wurde. Er sagte „der größte Teil der Kurve steht noch bevor“.

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Experten rechnen jedoch damit, dass es schon in ein oder zwei Jahren soweit sein könnte. Die aktuelle Bilanz dürfte jedoch trotz des rasanten Wachstums von Klarna, angesichts des frischen Kapitals aus der letzten Finanzierungsrunde gut aussehen. Möglicherweise kommen also auch noch weitere Übernahmen hinzu. Klarna hatte bereits den Dienst Sofort-Überweisung und den seinerzeit von Rocket Internet entwickelten Dienst Billpay übernommen.

Wie Klarna entstanden ist

Gründer Sebastian Siemiatkowski war gerade einmal 23 Jahre alt, als er an der Stockholm School of Economics studierte und nebenher bei Burger King jobbte. Zusammen mit zwei Kommilitonen entwickelte er die Idee für einen Online Zahlungsdienstleister, um einfacher im Internet bezahlen zu können. Als zu mit der Idee zu einem Pitch antraten, wurden sie jedoch belächelt und man sagte ihnen, dass sie gegen die Banken keine Chance hätten.

Sie ließen jedoch nicht von der Idee. Im Jahr 2005 gründeten sie zunächst Kreditor, das im Jahr 2009 in Klarna umbenannt wurde. Zum Anfang waren sie vor allem in Norwegen, Finnland und Dänemark erfolgreich und klapperten praktisch Geschäfte ab, um sie zu überzeugen, den Zahlungsdienst mit in ihre Liste der Zahlungsmethoden aufzunehmen. Im Jahr 2010 wagten sie dann den Schritt nach Deutschland, dem mit Abstand wichtigsten europäischen Markt.

Ab 2012 wurde der Dienst dann auch in Schweden und Österreich angeboten. 2013 wurde der deutsche Zahlungsdienstleister Sofort übernommen, sodass nun auch Direktüberweisungen mit Klarna möglich waren. Mittlerweile bestehet auch eine Kooperation mit Aliexpress, sodass auch über deren Online-Verkaufsplattform bezahlt werden kann. Seit 2019 kann Klarna außerdem mit Apple Pay verknüpft werden.

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