Macron: Die Türkei schickt Milizionäre nach Berg-Karabach

Der französische Präsident Emmanuel Macron unterstrich, dass die Lage in Karabach ernst sei und dass er alles tun werde, damit die Länder an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Von Redaktion

Frankreich habe „präzise Informationen“, dass syrische Militante aus der Türkei in die Kämpfe in Berg-Karabach verwickelt seien, sagte der französische Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag nach seiner Ankunft zum EU-Gipfel in Brüssel.

„Wir haben präzise Informationen, die darauf hinweisen, dass die syrischen Militanten das Schlachtfeld in Gaziantep [Südtürkei] verlassen haben, um sich den Kämpfen in Karabach anzuschließen. Das ist sehr ernst. In den kommenden Stunden werden wir hier auf dem Gipfel darüber diskutieren“, sagte er.

Der französische Präsident unterstrich, dass die Lage in Karabach ernst sei und dass er alles tun werde, damit die Länder an den Verhandlungstisch zurückkehren.

„Wir werden alles tun, um die Kämpfe zu beenden und auf den friedlichen Weg zurückzukehren“, sagte er.

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Macron stellte auch fest, dass Frankreich, Russland und die USA eine gemeinsame Erklärung zu Karabach angenommen haben und sich bereit erklärt haben, die Informationen über die Situation auszutauschen.

„Wir vereinbarten mit Präsident Trump und Präsident Putin, alle Informationen über diese Situation auszutauschen, um alle notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Als Teilnehmer der Minsker Gruppe der OSZE handeln wir, um die Situation wieder in einen normalen Zustand zu versetzen und einen bedingungslosen Waffenstillstand zu gewährleisten“, fügte er hinzu.

Zuvor hatten die drei Präsidenten als Führer der Ko-Vorsitzländer der Minsk-Gruppe eine Erklärung zu Berg-Karabach verabschiedet. Die Führer erklärten, dass sie die Eskalation der Gewalt im Konfliktgebiet entschieden verurteilten und riefen zur Einstellung der Kämpfe zwischen den Streitkräften der beiden Seiten auf.

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Die Lage in Berg-Karabach eskalierte am 27. September; die Kämpfe in dem umstrittenen Gebiet gehen weiter. Sowohl Aserbaidschan als auch Armenien verhängten das Kriegsrecht und erklärten die Mobilisierung. Baku beansprucht die Kontrolle über mehrere Siedlungen und strategische Höhen in Karabach. Eriwan entkräftet diese Erklärungen und sagt, dass auch Gebiete des armenischen Festlandes bombardiert werden.

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Hochlandregion Berg-Karabach, ein umstrittenes Gebiet, das vor dem Zerfall der Sowjetunion zu Aserbaidschan gehörte, aber hauptsächlich von ethnischen Armeniern bewohnt war, brach im Februar 1988 aus, nachdem die Autonome Region Berg-Karabach ihre Unabhängigkeit von der Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik angekündigt hatte. In den Jahren 1992-1994 kochten die Spannungen über und explodierten zu groß angelegten Militäraktionen um die Kontrolle über die Enklave und sieben angrenzende Gebiete, nachdem Aserbaidschan die Kontrolle über sie verloren hatte.

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