Die Türkei an Russland: Armenien muss sich aus ‚besetzten aserbaidschanischen Gebieten‘ zurückziehen

Ankara fordert den völligen Rückzug Armeniens aus Berg-Karabach ein und erwartet die Unterstützung Moskaus dafür.

Von Al-Masdar News

Ankara sagte, dass der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar während eines Telefongesprächs, das er heute mit seinem russischen Amtskollegen Sergey Shoigu führte, „die Notwendigkeit des Rückzugs Armeniens aus den besetzten aserbaidschanischen Gebieten“ betont habe.

Das türkische Verteidigungsministerium erklärte in einer Erklärung, Akar habe am Montag mit Shoigu telefoniert, und während des Telefongesprächs „wurden Meinungen über die Angriffe Armeniens auf Aserbaidschan ausgetauscht“.

In der Erklärung betonte Akar, dass Armenien, von dem er behauptete, „einen Angriff auf die Zivilbevölkerung gestartet und das Waffenstillstandsregime verletzt zu haben, seine Angriffe einstellen und sich aus den besetzten Gebieten zurückziehen muss“.

Akar wies darauf hin, dass „Aserbaidschan nicht weitere 30 Jahre warten kann“, und betonte die Unterstützung der Türkei für Aserbaidschan in seinem Bestreben, „die Kontrolle über sein Land wiederzuerlangen“.

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Am 27. September brachen an der Kontaktlinie zwischen den aserbaidschanischen und armenischen Streitkräften in der Region Karabach und den angrenzenden Gebieten bewaffnete Zusammenstöße aus, die die gefährlichste Eskalation zwischen den beiden Parteien seit mehr als 20 Jahren darstellten, und zwar inmitten gegenseitiger Beschuldigungen, Feindseligkeiten zu beginnen und ausländische Kämpfer heranzuziehen.

Obwohl Russland und Armenien einen formellen gegenseitigen Verteidigungspakt aufrechterhalten, sehen Analysten wenig Anreiz für Russland, sich zu tief in den seit langem andauernden Territorialstreit einzumischen:

Die Türkei gilt als ein wichtiger Verbündeter Aserbaidschans, das an den Zusammenstößen gegen armenische Streitkräfte beteiligt ist, angeblich durch den Transfer ausländischer Söldner (insbesondere syrischer Islamisten), aber auch angeblich durch Luftunterstützung.

Am 10. Oktober einigten sich Aserbaidschan und Armenien auf der Ebene der Außenminister mit Hilfe Russlands auf einen Waffenstillstand für humanitäre Zwecke, doch später tauschten die beiden Seiten Beschuldigungen aus, diesen zu verletzen.

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