Pompeo: Die USA werden den Iran niemals russische und chinesische Waffen erwerben lassen

Geht es nach US-Außenminister Pompeo, soll dem Iran weiterhin der Kauf von Waffen untersagt werden. Doch wie will Washington das bewerkestelligen?

Von Redaktion

Vor Wochen haben die Vereinigten Staaten ihren Versuch verloren, den UN-Sicherheitsrat dazu zu bewegen, das internationale Waffenembargo gegen den Iran zu verlängern, das am 18. Oktober auslaufen soll.

Und nun schwört Außenminister Mike Pompeo am Dienstag, den Iran niemals in den Besitz chinesischer und russischer Waffen kommen zu lassen, aber es bleibt unklar, wie genau er dies zu bewerkstelligen gedenkt.

Pompeo sagte am Dienstag in einem Interview mit dem europäischen Radiosender „France Inter„, dass „bisher nichts getan wurde, um die Verlängerung dieses Verbots zu ermöglichen, und deshalb sind die Vereinigten Staaten ihrer Verantwortung nachgekommen“. Er bezog sich dabei natürlich auf die Tatsache, dass die Europäer im Großen und Ganzen versucht haben, die Bedingungen des Atomdeals von 2015 (JCPOA) aufrechtzuerhalten.

Pompeo fügte hinzu:

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„Wir werden auf diese Weise handeln. Wir werden den Iran daran hindern, chinesische Panzer und russische Luftabwehrsysteme zu erwerben, und danach untergräbt der Waffenverkauf an die Hisbollah die Bemühungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Libanon.“

Washington hat sich über seine Entscheidung, Ende August so genannte „Snapback“-Sanktionen gegen die Islamische Republik zu verhängen, isoliert.

Ironischerweise steht die „Snapback“-Option den Teilnehmern des JCPOA zur Verfügung, von dem sich die USA im Mai 2018 formell zurückgezogen haben.

Unterdessen war im vergangenen Jahr die Rede davon, dass Moskau den Iran tatsächlich mit seinem fortschrittlichen Luftabwehrsystem S-400 beliefert, was die Trump-Administration fast als Kriegshandlung betrachten könnte.

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Interessanterweise war der Kreml genau an dem Tag, an dem Pompeo neue Erklärungen abgab, in denen er gelobte, russische Waffen niemals in die Hände des Iran gelangen zu lassen, damit beschäftigt, die Fähigkeiten der S-400 zu demonstrieren.

Auch der Iran ist diese Woche wieder in die Schlagzeilen gekommen, nachdem es hieß, dass führende Politiker in Teheran ein Attentat auf den US-Botschafter in Südafrika planen, um sich für den US-Drohnenangriff auf General Qasem Soleimani im Januar zu rächen.

Als Reaktion darauf schwor Trump, dass jede derartige Aggression aus dem Iran heraus mit einer amerikanischen Antwort „1.000 Mal größeren Ausmaßes“ beantwortet werden würde! Trump bestätigte die angebliche Verschwörung jedoch nicht genau, sondern zitierte lediglich „Presseberichte“.

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Ein Kommentar

  1. Immerhin hat Israel seiner Bevölkerung mit dem zweiten Lockdown bis 1. Oktober Hausarrest gegeben. Was so ein Virus nicht alles weiß? Tsss, tsss, tsss…

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