Die USA und ihr „humanitärer“ Krieg für Zentralasien

Trotz des Scheiterns der von Washington organisierten farbigen Revolutionskampagne zeigen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten keine Anzeichen dafür, dass sich ihre Aufmerksamkeit von Zentralasien abwendet. Die Länder der Region erhalten weiterhin so genannte „Hilfe“, die alle Lebensbereiche der Republiken durchdringt, indem sie ausländische Werte implantieren, die Behörden untergraben und sich in die inneren Angelegenheiten einmischen und aktiv versuchen, diese Staaten von Russland und China wegzureißen.

Seit der Unabhängigkeitserklärung der Länder Zentralasiens haben verschiedene internationale Geber ihr Engagement in der Region ausgeweitet, indem sie offizielle staatliche und internationale Entwicklungshilfe leisten, die seit 1991 mehr als 25 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Der größte Empfänger dieser Hilfe in der Region ist Kirgisistan, das rund 8,1 Milliarden US-Dollar erhalten hat, gefolgt von Tadschikistan (5,9 Milliarden US-Dollar), Usbekistan (5,8 Milliarden US-Dollar) und Kasachstan (4,2 Milliarden US-Dollar). Das Land, das seit 1991 am wenigsten Hilfe erhalten hat, war Turkmenistan (803,45 Millionen US-Dollar). Dabei handelt es sich jedoch nur um direkte staatliche und internationale Hilfe.

Darüber hinaus wird die so genannte „Hilfe“ über verschiedene Stiftungen, NGOs, darunter USAID, NDI, Soros Foundation, Freedom House, Foundation to Promote Open Society, Civil Society Development Association und andere, sowie über Botschaften westlicher Länder geleistet. In letzter Zeit wird die bekannte Abkürzung NED (National Endowment for Democracy) immer häufiger in den Medien erwähnt.

Aus Furcht vor der Wiederherstellung des „Sowjetregimes“ in den Staaten Zentralasiens und der Stärkung des Einflusses Russlands und Chinas begannen die Vereinigten Staaten, sich bei ihren Aktivitäten in der Region zunehmend auf die „humanitären“ Bereiche zu konzentrieren. Dazu gehörten in erster Linie die „Bildungspräsenz“, die Stärkung des Einflusses auf die Gesellschaft durch verschiedene kontrollierte NGOs, die Herstellung der Kontrolle über die Presse und, durch von Washington finanzierte Informationsplattformen, die Beeinflussung der Schaffung eines ideologischen und propagandistischen Hintergrunds zum Nutzen der Vereinigten Staaten.

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Die „Bildungspräsenz“ wird in Washington als die wichtigste Etappe bei der Vorbereitung der künftigen politischen und wirtschaftlichen Elite in den für die Vereinigten Staaten interessanten Bundesstaaten angesehen und erfolgt hauptsächlich durch „Flaggschiff“-Universitäten, die Aktivitäten der Kulturabteilungen der amerikanischen Botschaften, Austauschprogramme und Bildungsstipendien.

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Eine Analyse von Vladimir Odintsov

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Ein Kommentar

  1. Bei einem Blick auf die Landkarte kann man einen zielgerichteten Bewertungs- und Verteilungsschlüssel beim Einsatz der Geldbeträge erkennen, und was hinter der Absicht für diese Investitionen steckt.

    Aber als Schelm erkennt man, dass nicht rein zufällig alle diese Lände entlang der südlichen Trasse des von China betriebenen Seidenstraßen Projektes liegen.

    Die Chinesen werden auf diese asymmetrischen Aktivitäten sicher symmetrische Antworten finden.

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