Beirut: Libanesische Armee findet zusätzliche 4 Tonnen Ammoniumnitrat

Das Ammoniumnitrat, welches vor rund einem Monat die libanesische Hauptstadt Beirut verwüstete, war nicht alles. Mehr als 4 Tonnen wurden nun in weiteren Containern gefunden.

Von Redaktion

Einen Monat, nachdem eine Explosion in einem herrenlosen Ammoniumnitratlager ganze Stadtviertel Beiruts ausgelöscht, 191 Menschen getötet und viele Tausende verletzt hatte, gab die libanesische Armee bekannt, dass sie weitere 4,35 Tonnen desselben hochexplosiven Stoffes in vier Containern in der Nähe des Hafeneingangs entdeckt habe.

Bei der vorherigen massiven Detonation, die einen seismischen Schock erzeugte, der so stark war, dass er kilometerweit zu spüren war, waren 3.000 Tonnen des flüchtigen Stoffes, der sowohl als Sprengstoff als auch als Düngemittel verwendet wird, im Spiel. Der einmonatige Jahrestag der Tragödie vom 4. August jährt sich am Freitag.

Libanesische Militärbeamte gaben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA nicht viele Einzelheiten über die neue Entdeckung bekannt, außer dass sie sagten, dass sich die Ingenieure der Armee „damit befassen“.

Erinnern Sie sich auch daran, dass nach Tagen nach der Explosion ein internationales Team den Ort inspizierte und französische und italienische Experten weitere mehr als 20 Container mit sogenannten „gefährlichen Chemikalien“ darin fanden.

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Der Neufund von mehr als vier Tonnen Ammoniumnitrat wird derzeit untersucht, und es gibt noch keine Einzelheiten darüber, wem es gehört oder wie es dort gelagert wurde.

Im vergangenen Monat wurde enthüllt, dass der Vorrat, der nach einem Brand durch Arbeiten an dem Lager, in dem er lagerte, explodiert war, dort sieben Jahre lang geschlummert hatte, wobei jeder die Verantwortung zu übernehmen schien.

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Der neue Fund verstärkt die Wut in den Straßen, die dazu geführt hatte, dass der Premierminister und viele hochrangige Regierungsbeamte nach der Tragödie zurücktraten.

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