Joe Biden – der Liebling der Kriegstreiber

Über 100 ehemalige Mitarbeiter des verstorbenen republikanischen Senators John McCain unterstützen Biden, explizit, weil er in Sachen Krieg schlimmer ist.

Von Redaktion

Sie können sich dieses Zeug nicht ausdenken. Die New York Times stellt uns die einzige “respektable” Option vor, da es um “Charakter” geht, der sich angeblich mit der späten großen patriotischen Ikone des Staates der nationalen Sicherheit messen kann:

Mehr als 100 ehemalige Mitarbeiter von Senator John McCain unterstützen Joseph R. Biden Jr., ein Zeichen der Unterstützung über die politische Kluft hinweg, von dem sie hoffen, dass es das “Country First”-Credo des ehemaligen Senators von Arizona verstärkt.

Viele der ehemaligen McCain-Helfer, die den Brief unterzeichneten, teilen seine kämpferischen außenpolitischen Ansichten und weichen von Mr. Trumps “America First”-Politik ab, die Mr. Salter als “Verhätschelung von Diktatoren oder Desinteresse an unseren Allianzen” bezeichnete.

Wir sollten einwerfen, dass es in der verdrehten manichäischen Weltsicht des verstorbenen Senators McCain zunächst gar nicht “Country First” war, sondern eher “In welches Land soll zuerst einmarschiert werden?”

Loading...

Hier ist mehr von der Times:

Die Liste der Unterzeichner umfasst eine Reihe von Personen – von Stabschefs in Mr. McCains Senatsbüro bis hin zu Juniorhelfern bei seinen Kampagnen – die während seiner 35 Jahre im Kongress und während zweier Präsidentschaftskandidaturen für ihn gearbeitet haben.

Mark Salter, Mr. McCains langjähriger Chefassistent und Redenschreiber, half bei der Organisation des Briefes.

“Wir haben unterschiedliche Ansichten über Joe Biden und das Programm der Demokratischen Partei – die meisten von uns werden mit einem großen Teil davon nicht einverstanden sein – aber wir sind uns alle einig, dass es eindeutig im nationalen Interesse liegt, Donald Trump aus dem Amt zu bringen”, sagte Salter.

Scott Horton vom Libertarian Institute brachte es am besten auf den Punkt, indem er sarkastisch anmerkte, John McCains Mitarbeiter hätten Biden “austrücklich” nur unterstützt, “weil er in Sachen Krieg schlimmer ist” – was bedeutet, dass genau das, was die meisten Menschen mit gesundem Menschenverstand lange Zeit als das Schlimmste an McCain und seinem Vermächtnis angesehen haben, in den Augen seiner ehemaligen Mitarbeiter und Autoren der NY Times zu einer “Tugend” wird.

Wer auf Joe Biden anstatt auf Donald Trump setzt, hat wohl vor allem nur Eines im Sinn: Krieg, Krieg und noch mehr Krieg. Und bei aller nachvollziehbaren Kritik an der aggressiven Außenpolitik der neokonservativen Fraktion in Trumps Administration – zumindest bislang hat er im Gegensatz zu seinen letzten paar Vorgängern noch keine Kriege angefangen.

Lesen Sie auch:  Russland will relevant sein, fühlt sich von China bedrängt und andere populäre Wahnvorstellungen einer sterbenden Technokratie

Zwar sitzen in Trumps Regierung genügend kriegsgeile Neocons, die lieber heute als Morgen Kriege gegen den Iran, Nordkorea, China, Russland, Venezuela, Kuba und alle anderen “Feinde” der Vereinigten Staaten führen würden, doch offenbar kann sie der amtierende Präsident im Zaum halten. Ein Präsident Biden, der offensichtlich bereits Anzeichen von Senilität aufweist, wird so etwas nicht schaffen können.

Vor allem hat er mit Kamala Harris eine Vizepräsidentin ausgesucht, die außenpolitisch recht unbedarft ist und für die Kriegsfraktion im Kongress im Falle eines Rücktritts Bidens aus gesundheitlichen Gründen eine perfekte Marionette für den Deep State darstellt.

Donald Trump, der “Dealmaker”, steht für eine US-Außenpolitik, die auf wirtschaftliche und finanzielle Erpressung beruht, sowie auf militärischen Drohgebärden. Mit Joe Biden jedoch kommt die “alte” klassische militärishe Interventionspolitik zurück, die zu den endlosen Kriegen führte, in welche die Vereinigten Staaten und deren Alliierten derzeit involviert sind.

Neu im Download-Bereich: Geopolitik 01/2020 – Kampf um die Weltmeere – Schauplatz Südchinesisches Meer (kostenloses ePaper)

Teilen Sie diesen Artikel:

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: redaktion@contra-magazin.com nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.