China feuert Mittelstreckenraketen als „Warnung an die USA“ ab

Die wachsende Präsenz von US-amerikanischen Kriegsschiffen und Spionageflugzeugen vor der chinesischen Haustüre sorgt für massiven Unmut in Peking.

Von Redaktion

Chinesische Medien und regionale Quellen berichten über die offenbar bisher größte Provokation inmitten der monatelangen Spannungen zwischen den USA und China im Südchinesischen Meer.

„China hat am Mittwochmorgen zwei Mittelstreckenraketen in das Südchinesische Meer abgeschossen, sagte eine Quelle in der Nähe des chinesischen Militärs und sandte damit eine Warnung an die Vereinigten Staaten“, berichtet die South China Morning Post in einer wichtigen brechenden Entwicklung.

Der Abschuss soll eine Reaktion auf den großen Zwischenfall vom Dienstag sein, bei dem das chinesische PLA-Militär wütend anprangerte, dass ein U-2-Spionageflugzeug der USA angeblich in eine „Flugverbotszone“ vor Chinas Küste eindrang, während die PLA militärische Übungen mit scharfer Munition durchführte. Es war jedoch unklar, wo genau die angebliche Verletzung des Luftraums geschah.

Späteren Berichten zufolge wurde das Spionageflugzeug erwischt, als es die PLA-Übungen in der Bohai-See vor der Nordküste Chinas beobachten wollte.

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Der SCMP führt unter Berufung auf ungenannte chinesische Militärquellen weitere Einzelheiten über den zutiefst alarmierenden „Warn“-Raketenstart an:

Eine der Raketen, eine DF-26B, wurde von der nordwestlichen Provinz Qinghai gestartet, während die andere, eine DF-21D, von der Provinz Zhejiang im Osten abhob. Beide wurden in ein Gebiet südöstlich der Provinz Hainan und den Paracel-Inseln abgefeuert, so die Quelle.

Die Landegebiete befanden sich innerhalb einer Zone, die nach Angaben der Seesicherheitsbehörden von Hainan am Freitag wegen Militärübungen von Montag bis Samstag nicht betreten werden darf.

Unnötig zu sagen, dass diese „Warnung“ die Dinge auf eine ganz neue Ebene hebt.

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„Dies ist Chinas Antwort auf die potenziellen Risiken, die von den immer häufiger eintreffenden US-Kampfflugzeugen und Militärschiffen im Südchinesischen Meer ausgehen“, sagte eine Militärquelle gegenüber der SCMP. „China möchte nicht, dass die Nachbarländer die Ziele Pekings missverstehen“.

Immerhin sagte Peking nach dem Vorfall vom Dienstag in einer verschleierten Drohung, es hätte leicht zu einem „unerwarteten Zwischenfall“ über den Einsatz von US-Spionageflugzeugen kommen können.

Dies bedeutet vermutlich, dass das Spionageflugzeug ins Visier genommen worden sein könnte, da die „Übungen“ unter einer vermeintlichen US-Bedrohung schnell zu einem voll einsatzfähigen Kampf hätten übergehen können.

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