Altersarmut: Kaum jemand bekommt mehr als 1.000 Euro Rente

Während zwei Drittel der Pensionisten mehr als 2.000 Euro im Monat erhalten, haben weniger als die Hälfte der Rentner mehr als 1.000 Euro zur Verfügung.

Von Michael Steiner

Dank der Plünderung der Rentenkassen durch die regierende Politik, die dem Lobbyisten-Druck der privaten Versicherungswirtschaft nachgab, ist das staatliche Rentensystem nur noch ein Abbild seiner selbst. Viele Menschen im Altersruhestand können von der Rente nur noch knapp über die Runden kommen und nicht wenige sind auf finanzielle Unterstützung und auf die Tafeln angewiesen.

Laut der Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarischen Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion liegen 56,2 Prozent bei unter 1.000 Euro im Monat. 23,8 Prozent der Rentner (also fast fünf Millionen Menschen) erhalten sogar weniger als 500 Euro an Rente. Gleichzeigig liegen 65,2 Prozent der Pensionen der Bundesbeamten bei mehr als 2.000 Euro im Monat.

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (RND) mit Blick auf die Zahlbeträge bei der gesetzlichen Rentenversicherung: „Wir steuern auf millionenfache Altersarmut zu.“ Die Menschen müssten besser bezahlt und im Alter besser abgesichert werden. „Löhne, die Hartz IV im Alter bedeuten, darf es nicht mehr geben“, so Bartsch.

Es sei verantwortungslos, dass die große Koalition nach der Verabschiedung ihrer „klein gerupften Grundrente“ die Rentenpolitik faktisch eingestellt habe und bis zur Wahl die Hände in den Schoss lege. Stattdessen sei es Zeit für eine Neuordnung des Rentensystems. „Nicht die Pensionen sind zu hoch, sondern die Renten zu niedrig“, sagte der Linken-Politiker.

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Allerdings zeigen die ganzen Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt der letzten Jahrzehnte und der stetig sinkende Anteil der Erwerbseinkommen bei einem steigenden Anteil von Kapitaleinkommen, dass es auch bei der Finanzierung der Renten eine Reform bräuchte.

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