Wird ein Club der Staaten unter US-Sanktionen gegründet?

Der iranische Botschafter in Moskau hat dem Kreml angeboten, einen Club der Staaten unter US-Sanktionen zu gründen. Man könne so Gegenmaßnahmen besser koordinieren.

Von Redaktion

Die Länder, auf die der Sanktionsdruck Washingtons abzielte, könnten ihre Anstrengungen vereinen, um der US-Politik gemeinsam entgegenzuwirken, sagte der iranische Botschafter in Russland, Kazem Jalali, in einem Interview mit der Zeitung „Kommersant“.

„Ich glaube, es ist höchste Zeit, dass wir einen Klub von Ländern gründen, die von den Sanktionen betroffen sind. Unter seinen Mitgliedern werden viele starke Mächte mit entwickelten Volkswirtschaften sein: Russland, China und der Iran“, sagte der Diplomat. Seiner Meinung nach sollten sich solche Staaten gegenseitig helfen, um den negativen Einfluss der US-Schritte auszugleichen.

Der Diplomat betonte, dass Washington keine Rivalen sehen wolle, deren Positionen in jeder Region stärker als die der USA wären. „Sie wollen, dass Russland schwach ist, dass China ihnen wirtschaftlich untergeordnet ist und dass der Iran ihre Kolonie wird. Deshalb müssen wir zusammenarbeiten, uns gegenseitig helfen und uns ergänzen“, sagte Jalali.

„Wir haben riesige Möglichkeiten, und wir müssen nur politischen Willen zeigen und Anstrengungen unternehmen, um dieses Potenzial in der richtigen Weise zu entwickeln. Der Iran hat Russland und China etwas zu bieten. Wir sind ein großes Land mit einer großen und ziemlich jungen Bevölkerung, wir haben viele Bodenschätze und fortschrittliche Technologien. Wenn wir gemeinsame Anstrengungen unternehmen, werden wir den Druck der USA überwinden“, betonte der Botschafter.

Loading...

Derzeit stehen rund dreißig Länder weltweit unter teils massiven US-Sanktionen. Neben Russland und dem Iran gehören unter anderem auch Kuba, Nordkorea und Venezuela zu den bekannteren sanktionierten Staaten. Aber auch Syrien und der Sudan werden direkt sanktioniert. Gegen Länder wie Belarus, China, Eritrea, Libyen, Nicaragua und einige andere Länder wurden vor allem Sanktionen gegen Personen, Unternehmen und dergleichen verhängt.

Spread the love
Lesen Sie auch:  Warum Saudi-Arabien zu einem neuen Ölpreiskrieg gezwungen sein könnte

Wir brauchen ihre Unterstützung!

Liebe Leser, wenn Sie keine Premiumartikel lesen möchten, aber uns dennoch unterstützen wollen, dann können sie das auch mit einer Spende auf unser Bankkonto tun. Fragen Sie per eMail: [email protected] nach den Bankdaten oder übersenden Sie einen Unterstützungsbeitrag einfach per Paypal. Danke für Ihre Hilfe!

Loading...

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.