Washingtons Kampf um Zentralasien verschärft sich

Vor dem Hintergrund der jüngsten allgemeinen Verschlechterung von Ansehen und Einfluss der USA aufgrund der Politik der gegenwärtigen Regierung hat Washington begonnen, immer verzweifelter darum zu kämpfen, in Regionen von geopolitischem Interesse Fuß zu fassen. Ein anschauliches Beispiel dafür ist der sich vertiefende Kampf der USA um Zentralasien.

Nach den Terroranschlägen vom 11. September haben die USA den strategischen Wert dieser Region weitgehend schätzen gelernt. Washington und seine engsten Verbündeten wählten diese südlichen ehemals sowjetischen Gebiete als Transitrouten, um Nachschub zur Unterstützung der Militäroperationen in Afghanistan zu schicken. Zwischen 2011 und 2015 lief etwa die Hälfte aller Lieferungen an US- und NATO-Truppen in Afghanistan über dieses „Verteilungsnetz“, obwohl Pakistan eine billigere Option gewesen wäre.

Auf diese Weise kamen die USA zu einer militärischen Präsenz in Zentralasien, die Washington in seiner Konfrontation mit Moskau und Peking aktiv zu stärken und zu konsolidieren suchte. Die Besetzung Afghanistans durch die Vereinigten Staaten und die NATO-Truppen sowie der Ausbau und die Vertiefung der militärischen Beziehungen zu den regionalen Republiken während des Afghanistan-Krieges haben in Washington das idyllische Konzept eines geostrategischen Sieges in der Region entstehen lassen.

Gleichzeitig sahen die USA den Sieg in diesem Konkurrenzkampf mit Russland und China – beides bisher traditionelle Verbündete dieser zentralasiatischen Länder – nicht nur in politischer, strategischer und militärischer Hinsicht klar vor Augen, sondern auch dadurch, dass sie ihn eindeutig mit dem wirtschaftlichen Vorteil verknüpften, die Kontrolle über die Öl- und Gasförderung in dieser rohstoffreichen Region zu übernehmen und gleichzeitig die Kontrolle über den Bau und den Betrieb der lokalen Pipelines zu übernehmen, da diese den Iran umgehen würden, der seit 1979 unter Sanktionen steht. Washington ist jedoch nicht in der Lage, diese Ziele zu erreichen.

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Eine Analyse von Vladimir Odintsov.

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