Verlieren die USA den Scharfschützen-Krieg gegen Russland?

Russische Scharfschützen sind „weit fortgeschrittener als die Präzisionsschützen, denen US-Formationen in den letzten 15 Jahren begegnet sind“. Das Pentagon sieht eine große Herausforderung auf sich zukommen.

Von Redaktion

Während des Zweiten Weltkriegs forderten sowjetische Scharfschützen in der berüchtigten Schlacht von Stalingrad einen hohen Tribut von den deutschen Truppen – einer der legendärsten von ihnen war Wassili Grigorjewitsch Sajzew, der 32 Achsen-Soldaten mit einem Standardgewehr tötete.

Jahrzehnte später, etwa im Jahr 2020, haben die Russen diese Scharfschützen-Dominanz irgendwie wiedererlangt, und das Pentagon ist beunruhigt. Denn jahrelang genossen die US-Streitkräfte die Scharfschützen-Dominanz im Nahen Osten und in Nordafrika.

Jetzt, im Kampf gegen die sogenannten „Großmacht“-Gegner China und Russland, die sich im Rahmen eines Modernisierungsschubs rasch wieder bewaffnet haben, ist das Pentagon unterlegen und hinkt weit hinterher, berichtete Task & Purpose.

Tatsächlich warnte ein Armeebericht aus dem Jahr 2016, dass die russischen Scharfschützen „weitaus fortschrittlicher geworden sind als die Präzisionsschützen, denen US-Formationen in den letzten 15 Jahren begegnet sind“.

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Das US-Arsenal an Präzisionswaffen – das M40-Scharfschützengewehr, das halbautomatische M110-Scharfschützengewehr, das M2010 Enhanced Battle Rifle und das M107-Scharfschützengewehr – besitzt seit Jahren einen bedeutenden Vorteil gegenüber dem Dragunov-Gewehr aus der Sowjet-Ära, berichtete Task & Purpose.

Doch in den letzten Jahren hat das russische Militär mehrere Gewehre eingeführt – das Tschukawin-Scharfschützengewehr und das Orsis T-5000 Tochnost-Gewehr – als Teil einer militärweiten Bemühung, Scharfschützen eine Reichweite von über 1.600 bzw. 1.800 Metern zu ermöglichen.

„Die Russen stehen den USA in Bezug auf Technologie und Munition materiell in nichts nach“, sagte der Chief Warrant Officer 5 Christian Wade (a.D.), ein ehemaliger Scharfschütze, gegenüber Task & Purpose. „Entweder haben die Russen unsere Technologie gekauft … oder sie haben sie einfach dupliziert.“ Oder die Russen haben einfach gute Waffenschmieden, die es locker mit jenen in den Vereinigten Staaten aufnehmen können…

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Und während die amerikanischen Scharfschützen in den letzten Jahren vor allem nur auf Trainingsanlagen üben konnten, haben die Russen beispielsweise in Syrien im realen Kriegsumfeld agieren können. Das gibt ihnen einen Vorteil.

Die Amerikaner fürchten sich schon vor den technischen Neuerungen in Russland (aber auch in China), da gute Gewehre mit hoher Treffsicherheit auf lange Distanz auf den heutigen Schlachtfeldern immer wichtiger werden. Wenn die Kriegstreiber in Washington tatsächlich einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen wollen, werden sie auf einen gefährlichen Gegner stoßen.

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