Mexiko: Drogenkartelle rüsten auf

In Mexiko gleichen die „Truppen“ der Drogenkartelle eher schon Kriegsmilizen, wie ein neues Video zeigt. Die Bekämpfung wird immer schwieriger.

Von Redaktion

Ein schockierendes Video tauchte am Freitag in den sozialen Medien auf, das einen Konvoi von gepanzerten Fahrzeugen mit Dutzenden von bewaffneten Kämpfern in Kampfuniform zeigt, die ihre Unterstützung für Nemesio Oseguera Cervantes („El Menccho“), den Anführer des Jalisco-Kartells der neuen Generation (CJNG), zum Ausdruck brachten, berichtete die mexikanische Zeitung El Universal.

Alle Lastwagen scheinen amerikanischer Herkunft zu sein, und viele von ihnen sind offenbar mit verschiedenen Panzerungsstufen ausgestattet worden, zusammen mit stationären Geschütztürmen oben drauf. Diese Fahrzeugtypen sind in Kriegsgebieten im Nahen Osten weit verbreitet.

Alfonso Durazo, Minister für öffentliche und bürgerliche Sicherheit, kommentierte das Video mit den Worten, die Regierung untersuche das Video:

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„Das Propagandavideo, das einer kriminellen Bande zugeschrieben wird, wird analysiert, um seine letztendliche Authentizität und Zeitlichkeit zu bestätigen“, sagte Durazo.

„Unabhängig davon stellen wir fest, dass es keine kriminelle Gruppe gibt, die in der Lage ist, die föderalen Sicherheitskräfte erfolgreich herauszufordern, geschweige denn von dieser offensichtlichen Versammlung“, fügte er hinzu.

Der Journalist von El Universal, Gabriel Guerra, twitterte: „Dieses Video ist wirklich beunruhigend. Obwohl seine Authentizität nachgewiesen werden muss, spricht es von einer bewaffneten Kapazität, die mit der vieler Guerillagruppen vergleichbar oder größer ist. Jeder wird andere Dinge lesen, was ich sehe, ist ein Feind des mexikanischen Staates und von uns allen.“

Was das Video nahe legt, ist, dass die CJNG gut bewaffnet ist und offenbar kampfuniformierte Schützen mit hochkalibrigen Waffen und militarisierten Fahrzeugen beschäftigt.

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Bloomberg bemerkte: „Das im zentralen Staat Jalisco ansässige Kartell [CJNG] hat sich über ganz Mexiko ausgebreitet und stellt die Regierung zunehmend vor direkte Herausforderungen. Der Polizeichef von Mexiko-Stadt machte es für einen sorgfältig geplanten Anschlag auf sein Leben im vergangenen Monat verantwortlich – ein Hinterhalt auf dem berühmtesten Boulevard der Hauptstadt.

Wie man deutlich erkennt, rüsten die Kartelle ordentlich auf. Die Unsummen die mit den Drogen und anderen illegalen Tätigkeiten verdient werden, machen sie zu wichtigen Käufern auf dem Waffenmarkt. Für die mexikanische Regierung ist es faktisch unmöglich, diese Kartelle auszumerzen.

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