Kreml: Russisch-amerikanische Beziehungen erreichen Tiefpunkt

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow stellte fest, dass „die Situation sehr schlecht ist – sowohl was die bilateralen Beziehungen als auch die Verantwortung zweier Länder für multilaterale Angelegenheiten betrifft“.

Von Redaktion

Die russisch-amerikanischen Beziehungen sind am Tiefpunkt angelangt, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im „Moskau. Kreml. Putin“-Programm auf dem Fernsehkanal Rossija-1 am Sonntag.

„Unsere Beziehungen sind immer noch fast am Tiefpunkt“, sagte Peskow, der die Dynamik der russisch-amerikanischen Beziehungen kommentierte.

„Die Lage ist sehr schlecht – sowohl im Hinblick auf die bilateralen Beziehungen als auch auf die Verantwortung unserer beiden Länder für multilaterale Angelegenheiten, allen voran die Frage der Rüstungskontrolle und der strategischen Stabilität“, sagte Peskow.

Es gebe in diesem Bereich Kontakte auf Expertenebene. „Aber sie bringen uns der Verständigung zwischen unseren Ländern nicht näher, wenn es um die Bewahrung bestehender Dokumente geht, allen voran New START (Vertrag zur Reduzierung strategischer Waffen), die jetzt die einzigen Dokumente sind, die eine Rüstungskontrolle auf globaler Ebene gewährleisten können“, sagte Peskow und erinnerte daran, dass Russland und die USA über die größten nuklearen Kapazitäten der Welt verfügen.

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„Keines der anderen Länder, China übrigens eingeschlossen, das die Amerikaner sehr beharrlich versuchen, zu diesen Verhandlungen einzuladen, kann hinsichtlich seines Arsenals weder mit Amerika noch mit uns verglichen werden“, sagte der Kreml-Sprecher.

Im aktuellen US-Präsidentschaftswahlkampf versuchen die Demokraten weiterhin die „Russiagate“-Karte zu spielen und Präsident Donald Trump als „russische Marionette“ hinzustellen. Die Republikaner, einerseits um Schadensbegrenzung bemüht, andererseits weiterhin durchsetzt mit Kalten Kriegern, lassen jedoch keine Möglichkeit aus, Russland ebenfalls zu attackieren.

Trump, der Respekt vor dem russischen Präsidenten zeigte, attackiert seinerseits Länder wie beispielsweise Deutschland, welches auf die Etablierung der Erdgaspipeline Nord Stream 2 beharrt, und droht dem NATO-Partner unter anderem auch deshalb mit Sanktionen. Er fordert die europäischen Alliierten unverhohlen dazu auf, anstatt „dem Feind“ Russland Erdgas abzukaufen stattdessen US-amerikanische Fracking-Gas abzunehmen.

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Seine rechte Hand in Deutschland, US-Botschafter Richard Grenell, ein sich wie ein Besatzungskommandant aufführender neokonservativer Hardliner, lieferte entsprechende Drohungen gegenüber Berlin immer wieder aus.

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