Grüne. Wille. Macht.

Ohne eine grüne Beteiligung scheint die Bildung einer Bundesregierung im Jahr 2021 kaum mehr möglich zu sein. Der Wille zur Macht ist weiterhin stark.

Von Michael Steiner

Mittlerweile sitzen die Grünen schon in der Mehrheit der Bundesländer in den jeweiligen Regierungen. Das heißt, wenn es um politische Entscheidungen geht, kommt man Dank des Einflusses des Bundesrats um die einstige Ökopartei nicht mehr um sie herum. Dies zeigte sich in den vergangenen Jahren auch immer wieder bei wichtigen Abstimmungen.

Für eine Partei, die (auch ohne „Greta Hype“) in den Umfragen derzeit zumeist zwischen 15 und 20 Prozent liegt, ist dies schon ein gewaltiger Einfluss. Selbst die sonst vergleichsweise stärkere Union kommt nicht auf viel bessere Zahlen und die SPD liegt in etwa gleich auf. Das heißt: das Triumvirat von CDU/CSU, SPD und Grünen bestimmt derzeit die Politik in Deutschland, während AfD, Linke und FDP nur Außenseiterrollen spielen.

Wenn man sich aber die ganzen Umfragen der letzten Monate ansieht, stellt man auch fest, dass man bei der Bundestagswahl 2021 um die lange Zeit als „Melonenpartei“ (außen grün, innen rot) titulierten Grünen kaum herumkommen wird. Zumindest dann, wenn es in den kommenden Monaten keine politischen Erdbeben gibt und sich vor allem der Pool der Nichtwähler (immerhin mehr als die Union als stärkste Partei derzeit bekommen würde) politisch zu engagieren beginnt.

Von den derzeit vier möglichen Koalitionsoptionen mit einer Mehrheit der Abgeordneten inkludieren drei die Grünen: Schwarz-Grün, Jamaika-Koalition (Schwarz-Grün-Gelb) und die Kenia-Koalition (Schwarz-Grün-Rot). Lediglich die Bahamas-Koalition (Schwarz-Blau-Gelb) schert hier aus. Doch dies ist auch die unwahrscheinlichste Variante. Für eine Linkskoalition aus Grünen, SPD und Linke reicht es nicht aus.

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Aber das ist noch nicht alles. Die Grünen haben mittlerweile immer wieder deutlich gemacht, dass sie unbedingt regieren wollen. Zwar scheiterte „Jamaika“ letztens an der FDP, doch das kann sich durchaus noch ändern. Annalena Baerbock, Robert Habeck und Co. zeigen immer wieder ihre Regierungsambitionen und in den Länderregierungen mit grüner Beteiligung versucht sich die Partei stets als „staatstragend“ zu geben.

Innerhalb der Union werden die Avancen der Grünen durchaus honoriert. Mit der innerlich schon verwesenden „GroKo“ hat man keine große Freude und die Grünen passen vielen Christdemokraten ohnehin gut als Koalitionspartner. Nachdem man sich in den vergangenen Jahren schon etwas sozialdemokratisierte kommt eben noch eine Ergrünung dazu. Auch das verkauft man der Stammwählerschaft schon irgendwie.

Die Grünen haben einen ausgeprägten Willen zur Macht und Deutschland marschiert bereits immer schneller hin zu einer grünen – und somit vor allem bunten – Republik.

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