Die große Insolvenzwelle kommt noch

Die scharfen Corona-Maßnahmen haben vielen Unternehmen stark zugesetzt. Doch bis September müssen sie keinen Insolvenzantrag stellen.

Von Michael Steiner

Mittels der sogenannten „Corona-Soforthilfen“ und einer Aufschiebung von Insolvenzanträgen bis September hat die Politik von Bund und Ländern sich zwar etwas Luft verschafft, doch das Motto „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ gilt auch hier. Denn die Corona-Lockdowns haben bei sehr vielen Unternehmen die wirtschaftliche und finanzielle Substanz zerstört, so dass der große Knall unausweichlich ist.

Mehr noch: Mit der staatlich angeordneten „Insolvenzverschleppung“ werden die Passiva nur noch größer und damit auch der gesamtwirtschaftliche Schaden. In diesen paar Monaten kommen nämlich noch weitere zusätzliche Forderungen an die eigentlich insolventen Firmen hinzu. Und dies könnte dazu führen, dass noch mehr Unternehmen ihre ohnehin angespannte finanzielle Lage nicht mehr unter Kontrolle halten können.

Zwar gab es auch (z.B. mit dem Kurzarbeitergeld und Finanzhilfen) einige gute Maßnahmen, die noch größeren Schaden verhindert haben, aber auch diese brachten nur einen temporären Aufschub. Ein Unternehmen, das zuvor schon kaum finanzielle Reserven und nur einen geringen finanziellen Spielraum hatte, wird nämlich kaum in der Lage sein, z.B. die aufgeschobenen Mietverpflichtungen oder neu aufgenommene Kredite durch den (teils weiterhin eingeschränkten) laufenden Geschäftsbetrieb abdecken zu können.

Insbesondere die Gastronomie leidet schwer darunter und auch die Einzelhändler und viele andere Dienstleister haben ihre Probleme. Da wird im Herbst/Winter noch ein böses Erwachen kommen, wenn eine Insolvenzwelle durchs Land jagt.

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