Covid-Lockdowns lassen EU-Wirtschaft kollabieren

Die Wirtschaft in der EU und der Eurozone sackt auch im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich ab. Dies zeigen neue Daten von Eurostat.

Von Redaktion

Laut Eurostat markiert der BIP-Einbruch, von dem sowohl die Eurozone als auch die EU im weiteren Sinne betroffen sind, den größten verzeichneten Einbruch dieser Art seit 1995.

Das europäische Statistikamt hat im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum ersten Quartal einen Rückgang des BIP in der Eurozone um 12,1 und in der gesamten EU um 11,9 Prozent verzeichnet.

Auch das BIP der Europäischen Union verzeichnete im zweiten Quartal des Jahres einen Rückgang von 14,4 Prozent im Jahresvergleich, was der stärkste Rückgang seit 1995 ist, so Eurostat in einer Pressemitteilung.

„Verglichen mit dem gleichen Quartal des Vorjahres sank das saisonbereinigte BIP im zweiten Quartal 2020 in der Eurozone um 15,0 Prozent und in der EU um 14,4 Prozent, nach -3,1 bzw. -2,5 Prozent im Vorquartal. Dies waren auch die bei weitem stärksten Rückgänge seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1995“, hieß es in der Pressemitteilung.

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Nach Angaben der Organisation hat Spanien den stärksten Einbruch gemeldet (-18,5 Prozent), gefolgt von Portugal (-14,1 Prozent) und Frankreich (-13,8 Prozent). Den geringsten Rückgang verzeichnete Litauen (-5,1 Prozent).

Der Rekordeinbruch erfolgt mitten in der sogenannten Coronavirus-Pandemie, die die EU-Nationen in diesem Frühjahr zwang, ihre jeweiligen Volkswirtschaften durch Lockdowns im Wesentlichen stillzulegen. Seit Mai hat der Block allmählich begonnen, sich wieder von diesen Covid-bezogenen Beschränkungen zu lösen. Der jüngste Anstieg neuer Fälle hat jedoch mehrere Nationen dazu gezwungen, aus Angst vor einer „zweiten Welle“ der Pandemie einige Beschränkungen wieder einzuführen.

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